Kampfmittelbeseitigungsdienst entfernt Sprengkörper am Uelzener Bahnhof

Acht Streubomben im Gleisbett

Die 17 Zentimeter großen Kleinbomben entdeckten Arbeiter bei Gleisbauarbeiten auf einem Abstellgleis des Uelzener Bahnhofs. Foto: Polizei

Uelzen. Nach dem Fund von acht so genannten Streubomben unweit des Uelzener Bahnhofs ist es gestern Vormittag zu massiven Verspätungen auf der Bahnstrecke Uelzen-Braunschweig gekommen.

Arbeiter hatten die aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Sprengkörper kurz nach neun Uhr bei Gleisbauarbeiten in einem Abstellgleis südlich vom Hundertwasser-Bahnhof entdeckt. „Es handelt sich um so genannte Kleinbomben SD1“, erklärte Bundespolizeisprecher Holger Jureczko.

Drei dieser nur 17 Zentimeter großen Sprengbomben seien vermutlich schon während des Kriegseinsatzes detoniert, zwei waren unscharf und drei noch scharf. Eine Bombe enthält rund 110 Gramm Sprengstoff.

Die Bundespolizei sperrte den Fundort unweit des Albrecht-Thaer-Geländes bis zum Eintreffen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Munster weiträumig ab. Die Sprengstoffexperten entsorgten dann die Granaten. Durch den Einsatz verspäteten sich 22 Züge zwischen Uelzen und Wieren insgesamt um rund drei Stunden.

Von Thomas Mitzlaff

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