Abwärts-Trend setzt sich fort

Glück hatte vor zwei Wochen ein Autofahrer am Unfallschwerpunkt Suhlendorfer Kreuz. Sein Auto ist ausgebrannt, aber er selbst ist ohne schwere Verletzungen davon gekommen. Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Zahl der Schwerverletzten und Toten bei Verkehrsunfällen auf Uelzens Straßen ist um fast 20 Prozent im Jahr 2010 zurückgegangen. Die Polizei Uelzen zählte im vergangenen Jahr 89 Personen, davon kamen acht Menschen beim Unfall ums Leben.

Somit setzt sich diese Tendenz weiter fort. 2007 lag die Zahl noch bei 155 Schwerverletzten und Toten, 2008 bei 127 und 2009 bei 110. In den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg ist eine ähnliche Veränderung zu erkennen. Andreas Dobslaw von der Polizeiinspektion Lüneburg/Uelzen/Lüchow-Dannenberg führt den Trend auf die besseren technischen Möglichkeiten zurück. Nicht nur die Autos sind technisch besser ausgestattet und erleichtern ein sicheres Fahren. Auch die hohe Zahl an Blitzern ist einer der Gründe, weshalb es weniger schwere Autounfälle im Landkreis gibt, betont Dobslaw. „Die massive Präsenz von Blitzern hat dazu beigetragen.“ Wenn die Fahrer wüssten, dass die staatlichen Stellen verstärkt einen Blick auf bestimmte Straßenecken werfen, wirke es sich automatisch so aus, dass die Fahrer Gas wegnehmen – „und sei es nur aus Interesse daran, dass sie nicht zahlen müssen“.

Ein Beispiel ist die Problem-Strecke L233 zwischen Ebstorf und Melbeck, wo sich jahrzehntelang eine erhöhte Zahl an Unfällen ereignet haben. Seit dort ebenfalls abschreckende Maßnahmen wie die Einrichtung eines Blitzers bei Oetzfelde getroffen wurden, habe sich die Situation enorm gebessert.

Nach Informationen von Dobslaw werde in den anderen Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg ebenfalls darüber nachgedacht, die Zahl der Blitzer um einige weitere aufzustocken.

Zudem setzt die Politik schwerpunktmäßig auf mobile Laser „als Reaktion auf Anfragen und Beschwerden“, erklärt Uelzens Polizeichef Dieter Klingforth. Die Beamten beobachten damit insbesondere 30er-Zonen und verkehrsberuhigte Stellen.

Die Geschwindigkeitsüberwachung möchte man in gleichem Maße künftig fortsetzen, kündigen Klingforth und Dobslaw an.

Von Diane Baatani

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