Abrissbirne kann kommen

Ein ganz neues Ortsbild wird entstehen, wenn der ehemalige Fahrradladen und der Niedersachsenhof abgerissen werden. Dann entsteht dort ein neuer Netto-Markt.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. Alte Gebäude in Bad Bodenteich verschwinden, neue Bauten entstehen: Schon in diesem Jahr beginnen die ersten Bautätigkeiten im Kneippheilbad. Grund dafür ist sicher auch die Städtebaufördernung, ein differenziertes Förderprogramm des Bundes und der Länder.

Ein neuer Nettomarkt entsteht dort, wo derzeit noch der Niedersachsenhof und das ehemalige Fahrradgeschäft stehen. Beide Gebäude werden abgerissen und der neue Markt – kein dänisches, sondern ein deutsches Modell – entsteht in zentraler Lage. Bad Bodenteichs Bürgermeister verteidigt den Abriss des traditionsreichen Niedersachsenhofs: „Die Häuser sind dermaßen marode. In zwei Jahren sind wir nicht mehr in der Städtebauförderung, dann stünden irgendwann nur noch Ruinen dort.“

Doch das ist noch längst nicht alles: Die ersten Bautätigkeiten können bereits bei der ehemaligen Gärtnerei Knagge beobachtet werden. Das alte Gebäude wird abgerissen und damit der Blick in den Seepark frei. Ebenfalls verschwinden wird das Kühlhaus der alten Molkerei. Dort wird dann künftig gewaschen und gefönt, denn an Stelle des Kühlhauses entsteht der Frisörsalon Le Clou, der vor anderthalb Jahren sein Geschäft in der Bergstraße aufgab und dann wieder in der Ortsmitte vertreten sein wird. „Vor Weihnachten wird das alte Gebäude abgerissen und im Frühjahr des nächsten Jahres soll der neue Salon fertig sein“, erklärt Fiona Alt vom Salon Le Clou. Die Geschäftsstelle in der Bad Bodenteicher Seepark-Klinik bleibt allerdings weiterhin bestehen.

Auch gegenüber des Bad Bodenteicher Rathauses wird ein altehrwürdiges Haus abgerissen: Das Gasthaus „Zur alten Post“ macht Platz für altengerechte Wohnungen, und auch neben dem Rathaus entsteht neue Wohnfläche für den Ort. Ein letztes Gebäude, das der Abrissbirne zum Opfer fallen wird, ist die ehemalige Eisdiele, in der sich jetzt eine Spielhalle befindet. Die Hälfte des Hauses bleibt zwar stehen, die andere verschwindet jedoch. Damit ist der Blick frei auf das Hotel „Braunschweiger Hof“, das einige Pläne mit der alten Scheune auf dem Hof hat.

„2012 läuft die Städtbauförderung aus. Bis dahin gibt es eben noch Geld für solche Bauprojekte“, erklärt Bürgermeister Edgar Staßar.

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