Landkreis Uelzen klärt über Vorgaben auf / Keine Mitteilungspflicht bei Zwischenlagerung

Abdeckungspflicht für Hühnerkot

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Ein Problem sei auch die Übertragung von Keimen, die durch Schmierinfektion weiter transportiert werden, erklärt Claudia Schulze vom Uelzener Gesundheitsamt.

va Landkreis Uelzen. Zunehmend sorgt Hühnertrockenkot im Landkreis Uelzen immer wieder für Ärger. Vor allem sind Anwohner wütend, dass Landwirte die großen Haufen nicht vorschriftsgemäß abdecken.

Doch welche Vorgaben sind maßgebend? Darüber hat jetzt der Landkreis Uelzen aufgeklärt.

„Hühnertrockenkot muss, egal ob es aus Deutschland oder von außerhalb angeliefert wird, abgedeckt werden“, betont Heiko Blume vom Landkreis Uelzen ganz deutlich.

Nur aus Holland dürfe Trockenkot zu ganz bestimmten Mengen pro Jahr und pro Landwirt eingeführt werden, erklärt Jörg Pfeiffer vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt. Das regele die Einfuhrgenehmigung, so Pfeiffer. Der Landwirt müsse sich dabei an allgemein bekannte Regelungen halten. Demnach müssen Landwirte die fachgerechte Abdeckung durch Stroh oder Folie einhalten. Bei innerdeutscher Einfuhr greife die Düngemittelverordnung. Keine Mitteilungspflicht gelte hingegen bei der Zwischenlagerung von Hühnertrockenkot, erklärt Pfeiffer weiter. Problematisch sei die Kompetenz der Behörden. „Drei bis vier sind involviert“, sagt Pfeiffer.

Ein Problem sei auch die Übertragung von Keimen, die durch Schmierinfektion weiter transportiert werden, erklärt Claudia Schulze vom Uelzener Gesundheitsamt. „Fäkalkeime können in den Körper gelangen, was aber normal unbedenklich ist“, so Schulze. Aber: Vor allem Landwirte und derenFamilienmitglieder trügen ein erhöhtes Risiko. Dies bestehe nicht bei Personen, die im direkten Umkreis einer der gedüngten Felder ansässig seien, versichert Schulze.

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