A 39: Schweizer Firma hat geplanten Autobahnbau bewertet

IHK stellt Gutachten vor

+
Was würde eine Autobahn für die hiesige Region bringen? Unter anderem dieser Frage ist ein Schweizer Unternehmen im Auftrag der IHK in einem Gutachten zur geplanten A 39 nachgegangen.

nre Uelzen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg wird heute Vormittag ein Gutachten zum Lückenschluss der Autobahn 39 vorstellen. Das kündigte die Kammer an.

Erstellt hat das Gutachten ein Schweizer Unternehmen aus dem Bereich Verkehr im Auftrag der IHK.

Die Kammer selbst hat sich in der Vergangenheit immer wieder für den Bau der Autobahntrasse, die von Lüneburg nach Wolfsburg reichen soll, ausgesprochen. Argumentiert wurde, dass die Autobahn, deren Bau in der Bevölkerung umstritten ist, Vorteile für die Wirtschaft in der Region bringe.

Die Vorstellung fällt zeitlich mit dem Erörterungstermin zum ersten, 7,7 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn an Lüneburg vorbei zusammen. Die Anhörung war in dieser Woche fortgesetzt worden, nachdem im November nicht alle Einwender und Vertreter öffentlicher Belange zu Wort kamen. Während am Dienstag und Donnerstag die Stadt Lüneburg ihre Stellungnahmen abgab, kamen am Montag und gestern die Umweltverbände und die Jägerschaft zu Wort.

Von NABU und BUND wurden Mängel bei den Kartierungen zur Trasse, bei denen die Tier- und Pflanzenwelt im Baugebiet betrachtet werden, angemahnt. Die Verbände seien zu dem Ergebnis gekommen, dass beispielsweise beim Kartieren von Vogel- und Libellenarten Fehler gemacht worden seien, berichtete Annette Niemann vom Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn von den Anhörungen in der Lüneburger Ritterakademie. Die Ergebnisse der Kartierungen seien zudem teilweise älter als drei Jahre, sodass sich die Frage stelle, ob die Daten noch aktuell genug seien. An die Planer der Trasse von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei die Aufforderung zur Nachbesserung ergangen.

Von Norman Reuter

Mehr zum Thema

Kommentare