Misstrauen und Kenntnis über die Nachbarn zahlt sich aus

98-Jährige durchschaut Trickdiebin

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Uelzen. Eine Trickdiebin hat am vergangenen Donnerstagnachmittag ihr Glück bei einer 98-jährigen Uelzenerin versucht. Sie kam aber nicht weit.

Die unbekannte Täterin klingelte gegen 17 Uhr an der Wohnungstür der 98-Jährigen in der Straße Johnsburg und wollte eine Nachricht für eine nicht angetroffene Nachbarin hinterlassen. Sie verstrickte sich in widersprüchliche Aussagen und gab an, die Schwester der Nachbarin zu sein. Eine Lüge, merkte die alte Dame, die ihre Nachbarin – die keine Schwester hat – kennt. Sie reagierte laut Polizeibericht vorbildlich, indem sie sich nicht auf weitere Bitten der Unbekannten einließ und die Frau höflich aber bestimmt bat, ihr Grundstück zu verlassen.

Die Trickdiebin wurde wie folgt beschrieben: 40 bis 50 Jahre alt, korpulent aber nicht dick, blonde Haare, hinten zusammengebunden, osteuropäischer Akzent, helle Kleidung. Hinweise werden von der Polizei Uelzen unter Telefon (0581) 93 00 entgegengenommen.

Trickbetrüger, so die Polizei, versuchen, unter einem Vorwand in die Wohnung zu kommen, um dort zu stehlen. Vorwände sind oft Notlagen oder dringliche alltägliche Bedürfnisse (Glas Wasser für Medikamenteneinnahme, Baby wickeln, Schreibzeug für eine dringende Nachricht an den nicht aufgefundenen Nachbarn, Telefonat).

Die Polizei rät dazu, in jedem Fall möglichst keine Fremden in die Wohnung zu lassen, die Tür immer nur mit vorgelegtem Sperrbügel zu öffnen und sich bei zudringlichen Besuchern auch zu wehren (laute Sprache, Hilferufe). Wird eine Notlage vorgegeben, kann man auch selbst nach benötigter Hilfe telefonieren, ohne den Besucher herein zu lassen.

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