Die Stadt Uelzen rutscht in diesem Jahr tief in rote Zahlen – und hofft auf 2016

Das 9-Millionen-Euro-Loch

Uelzen. Wann immer im Supermarkt der Zucker wieder einmal billiger wird, schwant der Verwaltungsspitze im Uelzener Rathaus nichts Gutes. Denn günstigere Preise bedeuten für die Produzenten weniger Gewinne und somit für die Stadt weniger Gewerbesteuer.

Letztere aber ist die Haupteinnahmequelle der Stadt. Und deswegen trifft es Uelzen jetzt knüppelhart, dass auf dem Zuckermarkt ein ruinöser Wettkampf tobt, die hiesige Zuckerfabrik kein Geld mehr verdient und der Uhlenköperstadt somit 7,6 Millionen Euro Einnahmen wegbrechen.

Und während der Zuckerfabrik ein knallharter Sanierungskurs bevorsteht, musste der neue Stadtrat Florian Ebeling der Kommunalpolitik am Montag in nicht öffentlicher Sitzung ein Loch von 9,1 Millionen Euro im Stadtsäckel 2015 verkaufen. „Man kann es kurz und knapp sagen: Dieser Haushalt kann nicht mehr gerettet werden“, nahm Ebeling gestern bei einem Pressegespräch kein Blatt vor den Mund. Einen solchen Einbruch an Gewerbesteuereinnahmen habe die Stadt noch nie erlebt, „das können wir nicht einfach wegstecken“. [...]

Von Thomas Mitzlaff

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