Einrichtung für Wohnungslose öffnet weiterhin täglich

18- bis 80-Jährige im Tagestreff

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An sieben Tagen pro Woche hat der Tagestreff an der Alten Wiesenstraße geöffnet.

dib Uelzen. Rund 170 Gäste zwischen 18 und 80 Jahren haben in diesem Jahr den Tagestreff für Wohnungslose an der Alten Wiesenstraße in Uelzen aufgesucht.

Darunter sind Menschen, die in der Vergangenheit wohnungslos waren und den Kontakt zu der Einrichtung weiterhin halten wollen, aber auch Obdachlose aus dem Heim im Böh sowie insbesondere mobile Wohnungslose, berichten die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter Gabriele Weiss und Raphael Schweimer-Schmidt. Es gebe einige Besucher, die zwar eine Arbeit und eine Wohnung haben, jedoch keine Waschmaschine und daher zum Wäschewaschen in den Tagestreff gehen.

„Ein ganz wichtiger Punkt sind die Gespräche“, erklärt die Diplom-Sozialarbeiterin, „hier ist immer jemand, der zur Verfügung steht für Gespräche.“ Viele der Gäste im Tagestreff hätten wenig familiäre Bindung. „Für manch einen sind wir wie eine Familie.“ Zudem kommen Gäste auch vorbei, um das Ausfüllen von Formularen und Anträgen auf soziale Leistungen oder Rente mit den Mitarbeitern zu besprechen. Und diese Art von Arbeit nehme zu, berichtet Raphael Schweimer-Schmidt, „das haben wir in den ersten Jahren sehr viel weniger gemacht“.

Sieben Tage die Woche hat der Tagestreff geöffnet. Öffentliche Gelder werden lediglich für fünf Tage mit jeweils vier Stunden gewährt, eine Zeitspanne, die gesetzlich vorgegeben ist. „Wir vertreten eine diakonische Grundaufgabe“, ist sich aber das Team, das mit sieben Ehrenamtlichen arbeitet, einig. Daher sei dennoch an sieben Tagen geöffnet. Neben Zuschüssen von Land, Landkreis und Landeskirche finanziert der Tagestreff seine Arbeit über Spenden.

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