Sorge um Baupause

WBB und Grüne übergeben Minister Stellungnahme zu A39 Bad Bevensen. Der niedersächsische Wirtschaftsminister kommt nicht alle Tage nach Bad Bevensen.

Und so nutzte Siegfried Tippel von der Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) am Montagabend die Gunst der Stunde und übergab dem Minister, nachdem der den Bevensern ihre Ernennungsurkunde als staatlich anerkanntes Heilbad verliehen hatte, eine Erklärung der WBB-Fraktion und der Grünen-Fraktion im Bad Bevenser Stadtrat, in der sie Stellung zum Bau der A39 nehmen. Tippel wies den Wirtschaftsminister darauf hin, dass man sich große Sorgen darüber mache, dass nach dem zweiten Bauabschnitt der Autobahn eine Pause eingelegt werden könnte. Das nämlich würde bedeuten, dass die Autobahn vorerst bei Römstedt endet und sämtlicher Autobahnverkehr quer durch das Heilbad fließen würde. Das würde, so Tippel, "eine nicht tragbare Verkehrsbelastung für die Kurstadt bedeuten, die im schlimmsten Falle Jahrzehnte andauern kann". Im Übrigen seien WBB und Grüne grundsätzlich gegen die A39.Der Minister nahm wortlos den Wunsch Tippels zur Kenntnis, er möge die Stellungnahme mit nach Hannover nehmen und dort die Bedenken von WBB und Grünen bei weiteren Planungen berücksichtigen. Tippel hofft auf eine kurzfristige Reaktion aus dem Ministerium, betonte er. Claus-Dieter Reese, Aufsichtsratsmitglied der Bevenser Kurgesellschaft, konstatierte nur kopfschüttelnd: "Hoffentlich nicht!" Bürgermeister Bruno Losiak betonte gegenüber dem Minister, das sich die Stadt Bad Bevensen in ihrer nächsten Sitzung im Februar klar zur A 39 positionieren werde. "Und die Mehrheit", so versicherte er Jörg Bode, "ist für die A39 und für zwei Anschlussstellen." Die weiteren Anwesenden kommentierten diese Feststellung mit Applaus. Erschienen: 20.01.2010: AZ / 16 / Seite:6

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