Was schnaubt...

. . . denn da so im Gebüsch?, fragte sich Uhlenköper neulich Abend ängstlich, als er noch spät im Dunkeln auf seiner Terrasse saß und den klaren Sternenhimmel betrachtete.

Er hatte sich gerade in die Formation des Großen Wagens vertieft, als es in der Hecke heftig schnüffelte und raschelte. Der Sternengucker unterbrach seine Träumerei und schlich auf Zehenspitzen zur Geräuschquelle und sah – einen Igel, der sich lautstark durchs Grün wühlte. Beruhigt nahm unser Mann wieder Platz auf seinem Terrassenstuhl. Da horchte er wieder auf: Aus dem Wald klang ein Jammern zu ihm herüber. Käuzchen wahrscheinlich, versuchte sich Uhlenköper abzuregen und setzte sich in seinen Kissen zurecht. Dann ein Knarzen! Uhlenköper saß aufrecht. Bäume, deren Stämme im Wald nebenan ananderreiben, malte er sich in Gedanken aus. Gleich darauf wieder ein unheimliches Rascheln, direkt neben der Terrasse! Dann ein kleiner Schatten im Halbdunkel. Dazu hektisches Gequieke. Eine Maus fegte an seinen Füßen vorbei und suchte hinter einem Blumentopf Zuflucht! Als dann vom Grundstück nebenan ein massives Knacken von Holz unter festem Schritt durch den Abend brach, hätte Uhlenköper beinahe aufgeschrien. Puh! Nur der Nachbar, der etwas zur Mülltonne brachte. Artig sagte er ihm Guten Abend und verzog sich dann aber fix ins Haus, ein sich an diesem Abend ziemlich gruselnder.

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