Zwei neue Ganztagsschulen

Die Haupt- und Realschule Rosche wurde erst letztes Jahr energetisch saniert. Nun hat das niedersächsische Kultusministerium der Schule an der Wipperau und auch der Grundschule in Bienenbüttel eine Zusage als Ganztagsschule erteilt.

ib/no Rosche/Bienenbüttel. „Zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien wird es zwei neue Ganztagsschulen im Landkreis Uelzen geben: Die Haupt- und Realschule an der Wipperau in Rosche und die Grundschule in Bienenbüttel“, freut sich CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer über die Zusage aus dem Kultusministerium. „Die neuen Ganztagsschulen erhalten entsprechend ihrer Größe zusätzliche Lehrerstunden zur Umsetzung des Ganztagsschulkonzeptes“, so Hillmer. Sie können diese Lehrerstunden aber auch kapitalisieren und mit dem dann gewonnenen Geld mit außerschulischen Partnern wie Musikschulen, Sportvereinen und anderen Einrichtungen Kooperationsverträge abschließen.

Hillmer: „Die Schulen haben gute Konzepte vorgelegt, jetzt erhalten sie die Möglichkeit, diese umzusetzen.“ Zum Ganztagskonzept gehören immer ein gemeinsames Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung und ein Bildungs- und Erziehungsangebot am Nachmittag.

So ist in Rosche eine enge Zusammenarbeit mit dem Christlichen Jugenddorf (CJD) Göddenstedt geplant. Die Kooperationsverträge liegen bereit, sind aber noch nicht unterschrieben. „Uns liegt noch keine schriftliche Zusage des Kultusministeriums vor“, sagt Schulleiter Rolf Seidler.

Neben dem CJD wird auch mit dem SV Rosche und einigen privaten Anbietern verhandelt. Im kommenden Schuljahr sollen die Klassenstufen fünf bis acht Nutznießer des Ganztagsangebotes sein. Grundsätzlich ist das Ganztagsangebot freiwillig und steht für die Kinder an drei oder vier Tagen bereit.

In Bienenbüttel haben unterdessen die Arbeiten an der Schule für die Einrichtung einer Mensa und einer Schulküche begonnen. Die alte Schulküche und eine benachbarte Arztpraxis werden dafür, wie berichtet, umgebaut. Die Gemeinde Bienenbüttel hat dafür 240 000 Euro in den Haushalt 2010 eingestellt. Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde der Gemeinde Bienenbüttel eine Investitionspauschale in Höhe von 212 471 Euro zugeteilt, wovon 65 Prozent, also 138 100 Euro, in die Bildungsinfrastruktur zu investieren sind. Diese Summe will die Gemeinde vollständig in den Umbau für die Ganztagsschule stecken.

Mit der jüngsten Entscheidung des Kultusministeriums gibt es nun insgesamt zehn Ganztagsschulen in Stadt und Kreis Uelzen. Und diese Entwicklung soll laut Hillmer fortgesetzt werden: „Unser Ziel ist es, mittelfristig allen Schulen ein Ganztagsangebot zu ermöglichen.“

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