Vorbehalte der Bürgermeister

Eine Fusion mit anderen Samtgemeinden ist im Roscher Rathaus im Moment kein Thema.

Rosche - Von Jörn Nolting. Die Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt stehen in engen Fusionsverhandlungen, auch im Nordkreis diskutieren die Ebstorfer, Bevenser und Bienenbütteler über eine Strukturreform und in Suderburg befürchten einige politische Vertreter, dass man sich isoliert. Die Roscher sehen einer möglichen Strukturreform derweil noch gelassen entgegen.

Anfang der Woche fand die jüngste Arbeitskreissitzung statt, in der sich Verwaltung und Politik Gedanken über die Einheitsgemeinde Rosche machen. „Es wurden jede Menge Fragen gestellt“, sagt Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann, der sich mit dem Weg zu einer Einheitsgemeinde auf dem richtigen Pfad wähnt. Gedanken gibt es jedoch in mehrere Richtungen. „Wir kooperieren bereits mit der Stadt Uelzen“, erklärt Rätzmann.

Vorbehalte haben laut Rätzmann vor allem die Ortsbürgermeister. Für sie, so der Samtgemeindebürgermeister, geht eine Kompetenz verloren. Um die bestehende Struktur in eine Einheitsgemeinde umzuwandeln, bedarf es die Zustimmung der einzelnen Mitgliedsgemeinden. Innerhalb der SPD- und Grünengruppe in der Samtgemeinde ist das Modell Einheitsgemeinde durchaus vorstellbar. „Die Samtgemeinde Rosche allein kann sich über Wasser halten“, so die Einschätzung von Jürgen-Peter Hallier (SPD). Von der „Fusionitis“ will sich die Gruppe nicht anstecken lassen. „Bis auf Suhlendorf sind alle Gemeinden weitestgehend gesund“, erklärt der Sozialdemokrat. Außerdem, so der Wunsch von Hallier, sollen die kleinen Gemeinden bestehen bleiben, in welcher Form auch immer. Eine einhellige Meinung der CDU hingegen gibt es so noch nicht. Hans-Heinrich Weichsel: „Das hängt von den Mitgliedsgemeinden ab.“ Der Prozess, so der Christdemokrat, ist jetzt erst angeschoben worden. „In der Situation der Samtgemeinde und der Gemeinden muss alles diskutiert werden dürfen“, sagt Weichsel. Einheitsgemeinde sei eine Möglichkeit von vielen. „Das Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt“, unterstreicht der Christdemokrat.

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