Roscher Apotheke und Zahnarztpraxis bis gestern per Festnetz nicht erreichbar

Tote Leitung über Wochen

+
Seit Ende November kein Festnetz-, Fax- oder Internet-Anschluss: Andrea Krug (links) und Ute Meyer, Pharmazeutisch-Technische Angestellte der Roscher Uhlen-Apotheke, vor dem toten Leitungskasten. Erst gestern entdeckt die Telekom den Kabelfehler und beseitigt ihn.

Rosche. Erst fiel nur das Faxgerät aus. Doch plötzlich waren auch die Festnetz- und die Internetverbindung tot – erst stundenweise, dann oft einen ganzen Tag lang.

Für Ingo Apel, Chef der Uhlen-Apotheke an der Uelzener Straße in Rosche, und seine Mitarbeiterinnen waren die vergangenen beiden Wochen nervenaufreibend. Unzählige Anrufe bei der Störungsstelle der Telekom blieben ohne Ergebnis. Mehrfach schickte das Unternehmen Techniker, die den Fehler aber nicht fanden. Und so konnten die Apotheken-Mitarbeiterinnen nur noch mit dem Handy telefonieren.

„Das ist eine ganz unglückliche Situation“, schimpft Ingo Apels Vater Karl-Heinz, ehemaliger Geschäftsführer der Apotheke. „Am kommenden Wochenende habe ich nämlich Notdienst. Es wäre eine Katastrophe, wenn ich da für die Kunden nicht erreichbar wäre.“

Und so wurden die vergangenen Wochen für die Uhlen-Apotheke eine Zeitreise zum technischen Standard der 1990er Jahre. „Wir haben unser Faxgerät auf das der Kloster-Apotheke in Oldenstadt umgeleitet“, schildert Karl-Heinz Apel. Dort kamen die für Roscher Patienten bestimmten Faxe mit Rezepten und ärztlichen Verordnungen an. „Wir geben die Informationen dann telefonisch an die Uhlen-Apotheke weiter. Außerdem bringt ein Bote die Faxe abends nach Rosche. Es muss ja sichergestellt sein, dass die Patienten zeitnah versorgt werden“, erklärt Udo Woelk, Filialleiter der Oldenstädter Apotheke. [...]

Von Bernd Schossadowski

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der gedruckten AZ.

Kommentare