60 Straßenkilometer in 25 Jahren

+
Auch der Ausbau der Straße von Groß Ellenberg bis zum Ortseingang Uelzener Straße Suhlendorf steht erneut auf der Wunschliste der Samtgemeinde Rosche. Bisher gab es dafür keine Fördermittel. Sie sollen erneut beantragt werden.

Rosche. Rund 60 Kilometer lang ist die Gesamtstrecke der Straßen, die die Samtgemeinde Rosche in den letzen 25 Jahren in ihren fünf Mitgliedsgemeinden neu gebaut, ausgebaut oder erneuert hat.

Einschließlich der Fördermittel hat sie dafür insgesamt 4,91 Millionen Euro aufgebracht. Das gab Vorsitzender Heinz Schulze zu Beginn der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im Gasthaus Wöbse in Suhlendorf bekannt.

„Damit das nicht so einfach vergessen wird und untergeht. Gerade auch nicht in der Bevölkerung, die viele der Maßnahmen oft gar nicht so richtig registriert“, begründete er die Angaben und listete akribisch auch die gebauten Straßenkilometer und den finanziellen Aufwand in den einzelnen Gemeinden auf: Oetzen sechs Kilometer für 400 000 Euro, Rätzlingen zwei Kilometer (114 000 Euro), Rosche 15 Kilometer (1,5 Millionen Euro), Stoetze 17,7 Kilometer (1,4 Millionen Euro), Suhlendorf 19 Kilometer (1,5 Millionen Euro).

Die Ausführungen des Vorsitzenden kamen nicht von ungefähr; denn „Beratung über Ausbauprogramm Straßenbau“ stand unter anderem auf der Tagesordnung. Und so hatte der Ausschuss vor Sitzungsbeginn zunächst einmal eine Besichtigung der in diesem Frühjahr fertiggestellten Straßen vorgenommen. Er hatte aber auch jene noch einmal in Augenschein genommen, die seiner Meinung nach ebenfalls hätten unbedingt ausgebaut werden müssen und das auch weiterhin noch sollen, die aber vornehmlich deshalb nicht zum Zuge gekommen waren, weil die Samtgemeinde dafür bisher noch keine Zuschüsse erhalten hat. „Bezuschusst und gebaut worden sind hingegen die vier Straßen Bankewitz-Nivelitz, Nivelitz-Hohenzethen, Hohenzethen-Hof Rohrstorf und Güstau-Bockholt“, berichtete Heinz Schulze.

Größtes Sorgenkind der noch ausstehenden Maßnahmen, so Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann, sei die Straßenstrecke von Groß Ellenberg bis zum westlichen Ortseingang Suhlendorf und weiter über Kölau bis zur Gemarkungsgrenze Bockholt. Exklusive des einen Kilometers ab Kölau, der schon einmal erneuert worden sei. „Trotz Mithilfe des Landkreises ist es uns bisher nicht gelungen, dafür Fördermittel zu erhalten“, bedauerte Rätzmann.

Eine ZILE-Förderung wäre vielleicht möglich bei einer Reduzierung der Ausbaubreite. Doch das dürfte bei der inzwischen hohen Nutzung der Straße sehr verkehrsgefährdend und somit nicht ratsam sein“, warnte der Verwaltungschef. Die Samtgemeinde werde am Ball bleiben. Des weiteren geplant sei der Ausbau der Straße von Dalldorf bis zur Gemarkungsgrenze Meußließen, eines Teilstücks der Straße Güstau-Növenthien sowie der Ausbau der mittlerweile stark beanspruchten innerörtlichen Straße zur Schweinemastanlage in Grabau.

Um das Projekt Dalldorf/Meußließen nicht mitten im Wald enden zu lassen, sollte ein möglichst gemeinsames Bauvorgehen mit der Samtgemeinde Clenze abgeklärt werden, in Sachen Grabau eines mit der Gemeinde Suhlendorf, empfahl Rätzmann.

Einstimmig beschloss der Ausschuss als Empfehlung an den Samtgemeinderat, für die geplanten Straßenbaumaßnahmen – allesamt in der Gemeinde Suhlendorf – entsprechende Förderanträge zu stellen beziehungsweise erneut zu stellen. „Vielleicht profitieren wir dabei künftig ja auch vom neuen Förderprogramm, das 2013 aufgelegt werden soll“, wünschte sich der Roscher Verwaltungschef.

Von Jochen Frenz

Kommentare