Neuer Radweg an Kreisstraße 16 zwischen Rosche und Katzien eröffnet / Kosten geringer als erwartet

Sichere Fahrt zu See und Rastplatz

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Landrat Dr. Heiko Blume (Mitte) durchschnitt das rot-weiße Band für den neuen Radweg an der Kreisstraße 16. Mit ihm freuten sich Rosches Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann (links) und Gemeindebürgermeister Michael Widdecke.

Rosche/Katzien. Landrat Dr. Heiko Blume, Rosches Verwaltungschef Herbert Rätzmann und Gemeindebürgermeister Michael Widdecke waren sich nicht ganz einig: Ist der neue Radweg an der Deponiestraße, der K 16 zwischen Rosche und Katzien, nun 1624 oder 1625 Meter lang?

Doch diese Frage war angesichts des freudigen Anlasses nur augenzwinkernd gemeint. Viel wichtiger war, dass der Radweg am Montagabend offiziell eröffnet wurde.

Damit ist eine weitere Radweg-Lücke in der Samtgemeinde geschlossen worden. Im vergangenen Jahr hatte das Land bereits die Verbindung entlang der L 254 zwischen Rosche und Jarlitz fertiggestellt (AZ berichtete). Für 2017 erhofft sich Rätzmann den Bau des nächsten Abschnitts von Jarlitz nach Stöcken.

Doch jetzt wurde erst einmal die Einweihung an der Kreisstraße 16 gefeiert. „Wir sind begeistert, dass wir diese Verbindung hier haben“, sagte Rätzmann und hob deren Notwendigkeit hervor: Auf der K 16 gebe es viel Lieferverkehr zu und von den ansässigen Unternehmen, darunter einer Firma für Kiesabbau, einer Biogasanlage und eines Kartoffelumschlag-Betriebes. „Das ist eine Herausforderung für die Radfahrer“, erklärte Rätzmann. Er erinnerte daran, dass die Maisernte begonnen habe und daher zahlreiche landwirtschaftliche Fahrzeuge vor Ort unterwegs seien. Außerdem sei der an der Deponiestraße gelegene Baggersee im Sommer ein Ausflugsziel für viele Badegäste, die mit dem Fahrrad kommen.

Froh über den neuen Radweg, der auf der linken Seite der K 16 in Richtung Katzien verläuft, war auch Rosches Gemeindebürgermeister Michael Widdecke. „Wir freuen uns, dass dieses Wegestück gemacht worden ist“, sagte er. Damit werde zugleich eine Verbindung zum nahegelegenen Rastplatz für Wanderer und Radfahrer geschaffen. Es handelt sich dabei um eine hölzerne Hütte, die die Landjugend Rosche im Sommer 2015 im Rahmen der landesweiten 72-Stunden-Aktion errichtet hat.

Landrat Dr. Heiko Blume betonte, dass der Zeitplan für den Radweg-Bau eingehalten worden sei. „Es waren fast auf den Tag genau zweieinhalb Monate. Damit wurde ein weiteres Stück unseres Radwegenetzes geschaffen“, betonte er.

Eine gute Nachricht überbrachte Planer Martin Hannemann vom Dannenberger Ingenierbüro Rauchenberger: „Wir werden etwa 100 000 Euro unter der geplanten Summe liegen.“ Statt 500 000 Euro, wie ursprünglich veranschlagt, werde der Radweg wohl nur rund 400 000 Euro kosten. Davon übernimmt die Samtgemeinde Rosche 30 Prozent, den Rest finanziert der Kreis Uelzen. Dessen Anteil wird jedoch überwiegend aus Landesmitteln bestritten.

Von Bernd Schossadowski

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