„Einfach nicht mehr zeitgemäß“

Samtgemeinde Rosche modernisiert für rund 38.000 Euro Schaltkästen der Straßenbeleuchtung

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Stoetzes Bürgermeister Heinz Schulze zeigt den alten Schaltkasten, der in Schlankau für die Beleuchtung sorgt.

Rosche/Schlankau. Hinter einer unscheinbaren grünen Seitentür einer alten nicht mehr genutzten Scheune versteckt sich der Schaltkasten für die Straßenbeleuchtung in Schlankau. Kabel hängen heraus, Spinnweben machen sich breit.

So wie auch andere Kästen in den Dörfern der Samtgemeinde Rosche, ist er in die Jahre gekommen. DieTechnik ist auf dem Stand der 50er bis 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Deshalb werden jetzt für rund 37 000 Euro die Kästen modernisiert.

„Das war zuletzt immer nur Flickschusterei“, sagt Stoetzes Bürgermeister Heinz Schulze (CDU). Wenn etwas kaputt war, kam der Elektriker und hat es notdürftig repariert. Manche Schaltkästen hätten sogar noch Porzellansicherungen gehabt, berichtet Rolf Musik, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. „Das Ganze ist einfach nicht mehr zeitgemäß, auch in Anbetracht der erfolgten kompletten Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED“, stellt Musik klar.

Denn die alte Technik ist nicht nur störanfällig, sie ist auch sehr aufwendig zu bedienen. So müssen etwa manche Ortsvorsteher schätzen, wann es dämmert, und die Zeitschaltuhr danach einstellen. Naturgemäß sei es dabei zu Problemen gekommen, denn jeder Mensch empfindet Dunkelheit anders. Bei der neuen Technik übernimmt das ein Dämmerungsschalter.

Dieser erkennt automatisch, ob die Laternen an- oder ausgeschaltet werden, erklärt Musik. So ließen sich Kosten und Energie einsparen, was der Umwelt und den Haushalten der Gemeinden zu Gute komme.

Ein anderes Problem, die Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit, wird auch behoben. Musste die Uhr bisher noch von Hand, an jedem einzelnen Kasten, um eine Stunde vor- oder zurückgestellt werden, erfolgt die Umstellung zukünftig automatisch.

Eines wird aber nach der Modernisierung gleich bleiben, viele der Schaltkästen werden weiterhin in Privathäusern hängen. Schulze erklärt: „Früher wurden die Schaltkästen auf dem Land häufig bei demjenigen eingebaut, der Platz hatte und ständig in der Nähe war.“ Dies seien vor allem Landwirte gewesen.

Ein Umsetzen der Schaltkästen sei zwar möglich, aber mit rund 5000 Euro pro Schaltkasten zu teuer.

Von Lars Lohmann

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