Ab August zwölf Plätze mehr am Nachmittag

Samtgemeinde und CJD Göddenstedt starten zweite Hortgruppe in Roscher Grundschule

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Gemeinsam mit Kerstin Barz (3. von links), Leiterin des Hortes in der Roscher Grundschule, und deren Stellvertreterin Annika Kämper arbeiten die Kinder mit Knetsand. Seit 2014 gibt es diese Hortgruppe, im August kommt nun eine zweite hinzu.

Rosche. „Das Tollste hier sind die Fahrzeuge“, sagt die neunjährige Miriam und zählt mit leuchtenden Augen auf: Dreiräder, Tretroller und Minifahrräder. Die anderen Kinder in der Gruppe nicken.

Und sie haben noch eine weitere Lieblingsbeschäftigung: Arbeiten mit Knetsand. Nicht nur deshalb kommen sie jeden Nachmittag gerne in die Hortgruppe. Diese wurde vor zwei Jahren in der Grundschule Rosche eingerichtet, bietet bis zu 20 Plätze und zählt derzeit 17 Kinder. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Angebot nun erweitert – im August startet in der Roscher Schule eine zweite Hortgruppe für maximal zwölf Kinder.

Der Roscher Samtgemeinderat hat die Erweiterung der Hortbetreuung jetzt einstimmig beschlossen. Montags bis freitags jeweils zwischen 12.15 und 16 Uhr sind die beiden vom CJD Göddenstedt betreuten Gruppen künftig für Kinder im Grundschulalter geöffnet. Die zusätzliche Gruppe kostet die Samtgemeinde jährlich etwa 14 000 Euro. Finanziert wird das Angebot auch durch Elternbeiträge.

Mit der zweiten Hortgruppe komme die Samtgemeinde dem Wunsch berufstätiger Eltern nach, betont SPD-Fraktionschef Peter Hallier. „Es ist ganz wichtig, dass sie Sicherheit haben und die Kinder in dieser Zeit vernünftig betreut werden“, erklärt er. Mittagessen, Leseförderung, Hausaufgabenbetreuung, Malen, Basteln, Musik, Sport und vieles mehr stehen auf dem Programm des Roscher Hortes.

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Widdecke ist überzeugt: „So etwas muss man heutzutage einfach haben. Das ist ein enormer Vorteil für die Eltern.“ Mit dem täglichen Hortangebot werde der Bogen der Ganztagsbetreuung von der Krippe über den Kindergarten bis zum Grundschulalter gespannt. „Wir können stolz darauf sein, dass wir als kleine ländliche Kommune es hinkriegen, so ein Angebot auf die Beine zu stellen“, freut sich Widdecke.

„Fürs kommende Schuljahr liegen uns 26 feste Anmeldungen für 32 Hortplätze in der Roscher Schule vor“, berichtet Joachim Göbel, Pressereferent des CJD Göddenstedt. Dort steht ab August ein zweiter Gruppenraum zur Verfügung. Dann dürfen die Kinder nachmittags auch einen weiteren Klassenraum der Schule nutzen, in dem sie ihre Hausaufgaben machen. Als „Super-Angebot für berufstätige Eltern“ bezeichnet auch Göbel die Hortbetreuung. Denn nicht nur in Rosche, sondern auch in der Suhlendorfer Schule gibt es schon eine solche Gruppe – mit zwölf Plätzen.

„In den Sommerferien haben wir ebenfalls geöffnet“, erklärt Kerstin Barz, Leiterin des Roscher Hortes. Drei Wochen lang gebe es dort von 8 bis 16 Uhr ein tägliches Ferienangebot für die Kinder. „Dann unternehmen wir Ausflüge in die Natur, besuchen Freizeiteinrichtungen und machen noch vieles mehr“, sagt Barz. Und auch Miriams Lieblingsbeschäftigung, Roller fahren, wird nicht zu kurz kommen.

Von Bernd Schossadowski

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