Anwohner mit sanierter Straße unzufrieden / Landesstraßenbaubehörde will Mängel beseitigen

Neue Roscher Ortsdurchfahrt: „Sie gleicht einer Huckelpiste“

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Die frisch sanierte Ortsdurchfahrt in Rosche sorgt für Unzufriedenheit. Die Landesstraßenbaubehörde will nun die Mängel von der Straßenbaufirma beseitigen lassen, die die Ortsdurchfahrt sanierte.

Rosche. Wer in Rosche auf der Bundesstraße 491 unterwegs ist, wird ordentlich durchgerüttelt und spürt zwischen Rathaus und Rotem Platz jede Welle in der Fahrbahn.

Dabei ist die Ortsdurchfahrt gerade erst von der Landesstraßenbaubehöde Lüneburg für rund 279 000 Euro saniert worden. Die Unebenheiten in der Fahrbahn sind aber laut Rosches Bürgermeister Michael Widdecke nicht das einzige Problem bei der frisch asphaltierten Strecke. Es gibt auch Zentimeter hohe Kanten zwischen Asphalt und Straßengosse.

„Manche Wirtschaftswege sind besser als diese Ortsdurchfahrt. Sie gleicht einer Huckelpiste“, sagt Widdecke. Viele Bürger hätten sich inzwischen bei ihm über den schlechten Zustand der Decke beschwert. „Wenn hier jemand mit einem Anhänger durchfährt, wackelt und schlingert alles“, so Widdecke. Er kritisiert auch, dass der Zebrastreifen beim Roten Platz erst nach der Einschulung neu markiert wurde. Die Sicherheit des Schulweges hätte oberste Priorität haben müssen.

„Es sind Mängel dabei, die sind ganz offensichtlich“, sagt Gesa Schütte von der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg auf AZ-Nachfrage. Man sei selbst nicht mit den Arbeiten zufrieden und arbeite gerade daran, eine Mängelliste zu erstellen. „Vor allem der zweite Bauabschnitt zwischen Rotem Platz und Rathaus sticht in Sachen Mängel ins Auge“, so Schütte. Momentan sei man schon dabei, erste Mängel zu beheben. So habe die für die Straßensanierung beauftragte Firma gerade begonnen, Hy-dranten wieder freizulegen, die überasphaltiert wurden. Auch die Gossenproblematik werde angegangen und die Asphaltdecke der Gosse angeglichen. Ansonsten gebe es Probleme bei der Entwässerung der Straße, so Schütte.

Auch die Fahrbahn soll bis Ende der Woche nochmal unter die Lupe genommen werden. Dort sollen mit Hilfe von Messungen die Unebenheiten ermittelt werden. „Dann setzen wir uns mit der Firma an einen Tisch und schauen, was sie beseitigen muss“, sagt Schütte, die damit rechnet, dass in gut zwei Wochen eine von der Firma abzuarbeitende Mängelliste vorliegt. Dabei komme es aber auf die Ausgestaltung des Vertrages an. „Es kann sein, dass es Grenzbereiche gibt, wo von Seiten der Firma nichts gemacht werden muss“, sagt sie.

Dass der Zebrastreifen nicht rechtzeitig zu Schulbeginn markiert wurde, lag laut Schütte daran, dass die Asphaltdecke noch zu feucht war. „Das hätte nicht passieren dürfen“, sagt sie.

Von Lars Lohmann

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