Gemeinde und CJD Göddenstedt eröffnen Jugendbüro in ehemaliger Drogerie an Lüchower Straße

Neue Anlaufstelle für junge Roscher

+
Ein mit rotem Tuch bespannter Billardtisch ist der Blickfang im neuen Roscher Jugendbüro. Bei der Einweihungsfeier bekamen die Gäste jetzt einen Eindruck von dem Raum an der Lüchower Straße. Diese ist donnerstagnachmittags geöffnet.

Rosche. Regale mit Zahnpasta, Deoroller und Shampoo: Das war einmal. Jetzt dominieren im Gebäude des ehemaligen Schlecker-Marktes an der Lüchower Straße in Rosche andere Dinge: zum Beispiel Tischfußball, ein Billardtisch, Gesellschaftsspiele und eine Einbauküche.

In das inzwischen komplett renovierte und umgebaute Haus ist das neue Jugendbüro des CJD Göddenstedt und der Gemeinde Rosche eingezogen. Am Donnerstagabend wurde die etwa 60 Quadratmeter große Anlaufstelle für junge Leute offiziell eingeweiht.

„Toll, dass das geklappt hat“, freut sich Gemeindebürgermeister Michael Widdecke über das neue Angebot. Mit dem Jugendbüro werde eine wichtige Schnittstelle für Freizeitangebote in Rosche geschaffen, meint er. Auch Ruth Andrick, Fachbereichsleiterin beim CJD Göddenstedt, blickt der neuen Einrichtung mit Zuversicht entgegen. Diese ist künftig jeden Donnerstag von 16.30 bis 19.30 Uhr geöffnet und ersetzt den Kinder- und Jugendtreff an der Bevensener Straße, der wegen der geringen Besucherzahl geschlossen wurde (AZ berichtete).

Drei Stunden Öffnungszeit pro Woche reichen nach Ansicht von Andrick aus. „Das Jugendbüro verfolgt ja eine andere Konzeption. Es ist kein offener Treff mehr, sondern eine Netzwerk- und Kommunikationsstelle, in der sich junge Leute verabreden können, Dinge an anderen Orten zu tun“, erläutert die Fachbereichsleiterin.

Die Räume, die das CJD Göddenstedt von der Roscher Firma Bauck gemietet hat, sollen in den nächsten Wochen noch den letzten Feinschliff bekommen. Die bislang kahlen Wände werden mit Bildern verziert. Geplant ist auch eine Büroecke mit Internet-Zugang für die Besucher, kündigt Andrick an. Zudem soll die Fassade des Hauses verputzt werden. Im Nebenraum des Jugendbüros ist die Tagesschulgruppe der CJD-Christophorusschule beheimatet. Dort werden sieben bis acht Kinder aus der sechsten und siebten Klasse nachmittags betreut.

Vorerst bis zum 31. Dezember 2018 läuft der vom CJD Göddenstedt und der Gemeinde Rosche unterzeichnete Nutzungsvertrag für das Jugendbüro. Dafür erhält das CJD einen jährlichen Zuschuss von rund 20 000 Euro von der Gemeinde. Das entspricht in etwa der Summe, die diese für den Kinder- und Jugentreff zur Verfügung gestellt hatte. Für das CJD bietet die Neukonzeption der Kinder- und Jugendarbeit den Vorteil, dass es nun Personalstunden bündeln kann. „Wir haben damit die Möglichkeit, über Honorarzahlungen eine zweite Kraft einzustellen. Bislang gab es nur ehrenamtliche Helfer“, sagt Andrick. Damit sollen die Angebote der Kinderferienwochen erweitert werden.

Von Bernd Schossadowski

Kommentare