Stoetzer Gemeinderat beschließt Bezuschussung des Sportvereins / „Feuerkuhle“ verpachtet

Keine Förderung im Nachhinein

Die vom SV Bankewitz auf dem Sportplatzgelände und im Vereinsheim geplanten Maßnahmen will die Gemeinde Stoetze mit 15 000 Euro bezuschussen. Foto: Frenz

Stoetze. Mit 15 000 Euro hat der SV Bankewitz die Kosten der Maßnahmen veranschlagt, die er möglichst noch in diesem Jahr auf dem Sportplatzgelände und im Sportlerheim realisieren möchte.

Dazu gehören der Ausbau des Schiedsrichterraumes, die Sanierung und Aufbesserung der Flutlichtanlage und die Errichtung eines Ballfangzaunes. Ein ganz schöner Batzen Geld für den mit rund 230 Mitgliedern vergleichsweise kleinen Verein. Das stellte auch der Stoetzer Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung in Brammers Gasthaus in Boecke fest und war sich schnell einig, den bereits Mitte Mai gestellten Antrag auf Bezuschussung der Maßnahmen wohlwollend zu beraten. Zumal der Verein in diesem Jahr anderweitig kaum Aussicht auf eine Bezuschussung hat, beispielsweise durch den Kreissportbund, wie Bürgermeister Heinz Schulze unter Berufung auf Aussagen der Vereinsführung erläuterte. Da seit Antragstellung einige veranschlagte Positionen bei der Gesamtsumme nach Ortsbesichtigung von Vereinsführung und Bürgermeister einvernehmlich heruntergefahren werden konnten, beispielsweise in Sachen Flutlichtanlage, geht der Rat nunmehr von einem bezuschussungswürdigen Aufwand von gut 9000 Euro aus. Beide Fraktionen waren sich einig, bereits begonnene Baumaßnahmen, wie beim Schiedsrichterraum bereits geschehen, nicht im Nachhinein zu bezuschussen, wohl aber die Elektrik, Heizung und die Fliesen-und Malerarbeiten. So wird die Gemeinde bei Rechnungslegung einen Zuschuss bis zu 2. 500 Euro gewähren. Dem Verein wurde nahegelegt, auch für den Fall einer Ablehnung dennoch eine Bezuschussung beim Kreissportbund zu beantragen.

Nur ein Bürger, so Ratsvorsitzender Schulze, habe Interesse bekundet, die „Stoetzer Feuerkuhle“ von der Gemeinde kostenfrei zu pachten, um sie zu bewirtschaften. Im Gegenzug sei dieser bereit, bei dem in den letzten Jahren arg in Mitleidenschaft gezogenen Gewässer Instandsetzungen vorzunehmen und es zu pflegen. „Wir gehen davon aus, dass wir auf diese Weise den Teich als Biotop erhalten können, den wir ansonsten aus Kostengründen vermutlich eines Tages hätten zufahren müssen“, mutmaßte Schulze. Einvernehmlich stimmte der Rat einem fünfjährigen Pachtvertrag zu, der sich jährlich um ein Jahr verlängert, wird er nicht von einer Seite gekündigt.

Von Jochen Frenz

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