50 000 Euro Schaden nach weiterem Brand in Rätzlingen / Feuerwehr muss Ausrüstung aus Uelzen anfordern

Kamera-Einsatz verhindert Schlimmeres

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Das Wohnhaus in Rätzlingen stand gestern in Flammen – es entstand gut 50 000 Euro Sachschaden bei dem Feuer gestern Mittag.

ib/wb Rätzlingen. . Die Feuerwehrleute der Samtgemeinde Rosche kommen einfach nicht zur Ruhe: Aus bislang ungeklärter Ursache war gestern Mittag in einem Wohnhaus an der Stöckener Straße in Rätzlingen ein Feuer ausgebrochen.

Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand, konnte jedoch nicht verhindern, dass mindestens zwei Räume vollständig ausbrannten. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf gut 50 000 Euro. Ein 46-jähriger Bewohner, der sich zum Zeitpunkt des Feuers im Bereich des Hauses aufhielt, blieb unverletzt.

Dennoch facht auch dieser Brand die Diskussion um das Zusammenstreichen des Feuerwehr-Etats der Samtgemeinde weiter an. Wie berichtet, hatte der Samtgemeinderat entgegen der Empfehlung des Fachausschusses beschlossen, das Geld für die Freiwilligen Feuerwehren zu kürzen – was unter anderem dazu führt, dass keine Wärmebildkamera angeschafft werden kann. Doch genau dieses Gerät wurde beim gestrigen Brand dringend benötigt.

Denn nur mit einer Wärmebildkamera können die Einsatzkräfte erkennen, ob sich unterm Dach noch Brandnester befinden. Also forderten die örtlichen Feuerwehren eine solche Kamera aus Uelzen an, und kurz darauf musste auch die Drehleiter ausrücken – zum Ablöschen von Brandnestern, die nämlich tatsächlich unterm Dach gefunden wurden. „Ohne die Kamera wäre das hier abends oder nachts nochmal abgegangen“, so die Einschätzung eines Feuerwehrmannes.

Die Seele der Feuerwehrleute in der Samtgemeinde Rosche kocht seit der vergangenen Ratssitzung am 14. Dezember. Zumal seit diesem Abend eine auffällige Häufung von Einsätzen anstand: Binnen knapp einer Woche nämlich mussten alle Wehren der Samtgemeinde Rosche insgesamt 22 Mal zu Einsätzen hinausfahren (wobei jede Fahrt jeder Wehr einzeln gezählt wird). In einem durchschnittlichen Jahr kommen sonst insgesamt rund 125 Einsätze zusammen, die zu bewältigen sind.

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