Roscher Gemeinderat verabschiedet Haushalt 2014 und erwartet Jahresüberschuss

Investieren ohne neue Schulden

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Gebaut in den 60er Jahren und sanierungsbedürftig: Die Gemeinde Rosche will nächstes Jahr unter anderem in die Sanierung der Westerstraße in Rosche investieren.

Rosche. „Vor allem die gute und stabile Entwicklung bei den Steuern hat die Verwaltung veranlasst, bei der Haushaltsplanung für 2014 nicht nur von einem ausgeglichenen Haushalt auszugehen, sondern sogar von einem ansehnlichen Jahresüberschuss“, ließ Gemeindedirektor Rolf Musik den Roscher Gemeinderat zu Beginn der Beratung über die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2014 wissen.

Der veranschlagte Überschuss in Höhe von 110 300 Euro ergebe sich insbesondere aus den zu erwartenden höheren Einnahmen beim Einkommenssteueranteil sowie aus der verringerten Kreis- und Samtgemeindeumlage aufgrund der Steuerkraftberechnung der Gemeinde, sagte Musik. Der Jahresüberschuss sei bei einem Haushaltsvolumen von 1,66 Millionen Euro zwar keine Riesensumme, aber die Gemeinde sei ja auch kein auf Gewinnmaximierung ausgerichtetes Aktienunternehmen, sondern müsse letztendlich so wirtschaften, dass die Erträge die Aufwendungen erreichen. Der geplante Überschuss sei ein Ziel, das es gelte, 2014 zumindest annähernd zu realisieren und umzusetzen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen“, war Musik optimistisch.

Laut Haushaltsplan erwartet die Gemeinde ein Steueraufkommen von 1,3 Millionen Euro, davon 565 000 Euro an anteiliger Einkommenssteuer. Die Ausgaben für die Kreisumlage sind mit 563 000 Euro geplant, die für die Samtgemeindeumlage mit 327 000 Euro.

Wie Rolf Musik ausführte, sieht der Haushaltsplan Investitionen in Höhe von 432 000 Euro vor. „Wir haben die Oberflächenentwässerung in Nateln als Dorferneuerungsmaßnahme geplant und wollen den Mittelweg und die Westerstraße in Rosche sanieren. Beide Straßen sind Anfang der 60er Jahre gebaut worden und sind in sehr schlechtem Zustand“, erläuterte er. Die Maßnahme in Nateln sei mit 180 000 Euro veranschlagt. Erwartet würden dafür 90 000 Euro an Zuschüssen. Die Vorhaben in Rosche seien mit Gesamtkosten von 252 000 Euro eingeplant. Dabei sei mit Straßenausbaubeiträgen durch die Anlieger in Höhe von rund 189 000 Euro zu rechnen.

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Widdecke (CDU) Haushaltssatzung und Haushaltsplan wie von der Verwaltung vorgelegt. Danach ist der Ergebnishaushalt in den Erträgen auf 1 656 800 Euro festgesetzt, in den Aufwendungen auf 1 546 500 Euro. Der Finanzhaushalt sieht Einzahlungen von 1 859 900 Euro vor und Auszahlungen von 1 771 800 Euro. Die Einzahlungen für Investitionen belaufen sich auf 279 000 Euro, die Auszahlungen auf 432 000 Euro. Die Steuerhebesätze für die Grundsteuern A und B sowie für die Gewerbesteuer beließ der Rat unverändert bei 400 Prozentpunkten. In ihren Statements zeigten sich die Sprecher der CDU-Fraktion und der SPD/Die Grünen-Gruppe, Karsten Schierwater und Marc Westedt, unisono insbesondere darüber erfreut, dass es der Verwaltung gelungen sei, den Haushalt so aufzustellen, dass die Gemeinde ihren Anteil an den beschlossenen Investitionen aus eigener Kraft und ohne Neuverschuldung realisieren kann.

Von Jochen Frenz

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