Sanierung der Roscher Ortsdurchfahrt ist auf der Zielgeraden / Morgen Freigabe der Straße geplant

Heißer Job mit Schaufel und Walzen

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Trotz des eher kühlen Wetters ist es ein schweißtreibender Job: Mit dem riesigen Asphaltfertiger (links) wird der 150 bis 190 Grad heiße Straßenbelag auf die Roscher Ortsdurchfahrt aufgetragen und danach mit einer Vibrationswalze verdichtet.

Rosche. Heiß dampft der Asphalt, als die Bauarbeiter ihn auf der Fahrbahn verteilen. Sofort steigt der charakteristische Geruch der schwarzen Masse in die Nase. Bei jedem Schritt auf der frisch aufgetragenen Schicht klebt sie an den Schuhsohlen der Arbeiter.

Plötzlich beginnt der Boden zu vibrieren. Eine tonnenschwere, dröhnende Vibrationswalze glättet den Asphalt.

Der Baufortschritt auf der Roscher Ortsdurchfahrt, der Bundesstraße 493, ist gestern unübersehbar. Am 11. Juli hatte die etwa 279 000 Euro teure Sanierung der Fahrbahn begonnen. Zwei Bauabschnitte – vom Ortseingang aus Richtung Rätzlingen bis zur Kreuzung Maschweg/Mühlenbergstraße – sind im Auftrag der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bereits fertiggestellt worden. Dort fließt nun wieder der Verkehr. Die Arbeiten auf dem letzten Abschnitt – von besagter Kreuzung bis zur Abzweigung nach Katzien – sollen bis zum Wochenende beendet sein, kündigt Bauleiterin Ulrike Gottschlich an. Danach seien nur noch Restarbeiten im Bereich von Zufahrten zu erledigen.

Sie geht davon aus, dass die B 493 ab morgen wieder in beiden Richtungen befahren werden kann. Bislang wird der Verkehr einspurig per Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeführt. „Es hat alles reibungslos geklappt. Wir liegen im Zeitplan“, sagt Gottschlich. Die Abstimmung mit den gewerblichen Anliegern sei problemlos gewesen. Auch die Autofahrer hätten Geduld und Verständnis für die Baumaßnahme gezeigt, freut sie sich.

Hier ist Handarbeit gefragt: Weil der schwere Asphaltfertiger das Material an den Rundungen der Verkehrsinsel nicht exakt ausbringen kann, muss der Asphalt dort per Schaufel verteilt werden.

Gestern ging es aber noch einmal rund auf der B 493. Der Asphalt wurde in thermo-isolierten Transportfahrzeugen angeliefert. „Er muss beim Eintreffen auf der Baustelle nämlich eine Temperatur zwischen 150 und 190 Grad haben“, erläutert die Bauleiterin. Danach wird das dampfende Material von der Lkw-Ladefläche in den Asphaltfertiger gekippt. Diese Maschine trägt zuerst die etwa fünf Zentimeter dicke Binderschicht auf die abgefräste Fahrbahn auf. Anschließend wird der Asphalt dort mit Walzen verdichtet. Zum Schluss kommt die drei Zentimeter dicke Deckschicht oben drauf.

Weil es dabei sehr laut und heiß zugeht, tragen die Bauarbeiter Gehörschutz und isolierte Spezialschuhe. „Sonst würden sie sich sofort die Sohlen kaputtmachen“, erklärt Gottschlich. Das Wetter sei bislang optimal gewesen. „Es hat nicht geregnet und war immer um die 20 Grad.“ Bei hochsommerlicher Hitze wäre es viel schweißtreibender für die Arbeiter gewesen.

Was jetzt noch fehlt, sind die Fahrbahnmarkierungen. Vor allem der Zebrastreifen auf der Kreuzung Bevensener/ Bodenteicher Straße müsste möglichst bald wieder gekennzeichnet werden, sagt Samtgemeindebürgermeister Herbert Rätzmann. „Das ist ein Wunsch vieler Bürger gerade jetzt zum Schulanfang.“

Unterdessen hat die Gemeinde Rosche die Parkbucht vor der Volksbank entfernen lassen. Weil diese sehr schmal war, hatten immer wieder Autos mit den beiden rechten Reifen auf dem Gehweg geparkt und diesen für Rollstuhlfahrer und Fußgänger mit Kinderwagen blockiert. Das soll nun der Vergangenheit angehören.

Von Bernd Schossadowski

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