Extrem abgemagertes Tier

Grabau: Kreisveterinär erlöst schwer verletzten Wolf

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Dieser schwer verletzte Wolf wurde am Mittwoch bei Grabau entdeckt und noch am gleichen Tag vom Kreisveterinär eingeschläfert.

ds Grabau. In der Nähe von Grabau ist am Mittwoch ein schwer verletzter Wolf gesichtet worden und später durch den Kreisveterinär des Landkreises Uelzen, Dr. Jörg Pfeiffer, vor Ort eingeschläfert worden.

Die Entscheidung zur Tötung des Tieres war in Absprache mit den zuständigen Stellen(Umweltamt des Landkreises Uelzen, Niedersächsisches Umweltministerium, Wolfsberater Theo Grüntjens, Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) getroffen worden, teilte der Landkreis am späten Nachmittag mit.

Der Wolf wies schwerste Verletzungen im Bereich des rechten Ellbogengelenkes auf. Die Wunde war darüber hinaus stark infiziert. Das Tier war außerdem extrem abgemagert, hieß es. Grund für die Verletzungen sei nach einer ersten Einschätzung des Wolfsberaters vermutlich ein Zusammenprall mit einem Fahrzeug. Denkbar sei auch, dass dem ca. einjährigen Rüden die Verletzungen durch ein Wildschwein zugefügt wurden.  Die genaue Ursache soll nach Angaben des NLWKN-Wolfsbüros durch eine Untersuchung des IZW (Leibniz Institute for Zoo and Wildlife research) in Berlin ermittelt werden.

Die Entscheidung zur Tötung des Tieres wird durch das Niedersächsische Umweltministerium mitgetragen, da nach einer möglichen Amputation des Vorderlaufes ein Überleben in freier Wildbahn ausgeschlossen ist und eine dauerhafte Unterbringung in einem Gehege abgelehnt werde. Rechtlich abgesichert ist die Entscheidung zur Tötung des Tieres durch einen Erlass des Niedersächsischen Umweltministeriums vom 10. November 2014, nachdem von dem Tötungsverbot für besonders geschützte Arten, zu denen der Wolf zählt, abgewichen werden kann.

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