Gewaltige Aufwertung für Nateln

In großer Runde begutachteten die Natelner und ihre Gäste die Ergebnisse der nunmehr abgeschlossenen Dorferneuerung. Auch die Anlieger wurden kräftig zur Kasse gebten.

Nateln - Von Jochen Frenz. „Das ist eine gelungene Sache geworden. Nateln hat durch diese Maßnahmen eine gewaltige Aufwertung bekommen“, bilanzierte Bürgermeister Dieter Guhl am Ende des Rundganges durch den Ort. Zusammen mit Bürgern und Anliegern, mit Ratsmitgliedern und Vertretern der an Planung und Ausführung beteiligten Firmen hatte er jene Maßnahmen begutachtet und sozusagen aus Bürgersicht „abgenommen“, die im Rahmen der Dorferneuerung vom Architekturbüro Döpkens und den Baufirmen Kalinowsky und Kaupke sowie der Elektrofirma Ramünke im letzten und im laufenden Jahr realisiert worden sind.

Rosches Gemeindeoberhaupt verhehlte aber auch nicht die Kehrseite der Erneuerungsmedaille: „Die Bürger werden dafür ja auch ganz schön zur Kasse gebeten“, stellte er fest und erinnerte daran, dass die Erneuerungsmaßnahmen auf einem einvernehmlichen Beschluss des örtlichen Arbeitskreises beruhten, der gemeinsam mit dem Planungsbüro Volker Warnecke, so lobte er, gute Arbeit geleistet habe.

Die Dorferneuerung Nateln ist Teil des Roscher Dorferneuerungsprogramms „An der Wipperau“, das mit Ende des Jahres 2012 abläuft und außer in Nateln Maßnahmen in Borg, Göddenstedt, Gut Göddenstedt, Neumühle, Prielip, Stütensen und Teyendorf vorsieht.

Für Nateln ist die Dorferneuerung mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Euro veranschlagt, wie Rosches Gemeindedirektor erläutert. Gefördert wird sie mit 470 000 Euro aus Landesmitteln des Dorferneuerungsprogramms. 250 000 Euro tragen die Anlieger, den „Rest“ zahlt die Gemeinde Rosche. Zu den Baumaßnahmen im Erneuerungsbereich gehören zwei Straßen und eine Regenwasserkanalisation, ein Regenrückhaltebecken und die Pflasterung von Hofauffahrten und Kreuzungsbereichen sowie die Installation einer neuen Straßenbeleuchtung.

Innerörtlich erneuert, asphaltiert und auf eine befahrbare Breite von 5,50 Meter ausgebaut wurden der Hauptstraßenzug Natenestraße und bis auf einen kleinen Rest die Straße Am Steinerberg. Die bisher nördliche Einmündung der Natenestraße von der L 265 her in den Ort war im ersten Bauabschnitt bereits im letzten Jahr entschärft und in westliche Richtung verlegt worden.

Während die Natenestraße beidseitige Gossenläufe zur Oberflächenentwässerung und überfahrbare Pflaster- und Grünstreifen erhielt, ist die Straße Am Steinerberg nur mit einem einseitigen Gossenlauf und mit überfahrbaren Grünstreifen versehen. Von dem neuen Rückhaltebecken am Steinerberg und der neuen Regenwasserkanalisation verspricht sich die Gemeinde ein Ende der bisher nahezu regelmäßigen Überflutungen, bei denen das Regen- oder Schmelzwasser von den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen bis dato ungeregelt ins Dorf strömte und von der alten Kanalisation nicht mehr ausreichend aufgenommen wurde. Auf Wunsch der Anlieger wurde im Zuge der Dorferneuerungsarbeiten auch die Straße Hofkoppel auf eine gepflasterte Fahrbahnbreite von vier Meter ausgebaut und erhielt ebenfalls gepflasterte Auffahrten und eine neue Straßenbeleuchtung. Von den Gesamtkosten in Höhe von 60 000 Euro dieser Erstbaumaßnahme zahlen die Anlieger 90 Prozent.

Kommentare