Brandschützer aus Jarlitz, Süttorf-Dörmte, Oetzen und Stöcken wollen gemeinsames Domizil bauen

Ein Gerätehaus für vier Feuerwehren geplant

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Die alten Feuerwehrhäuser in Jarlitz, Süttorf, Oetzen und Stöcken entsprechen nicht mehr modernen Ansprüchen. Sie sind zu klein, heutige Hygiene-Vorgaben und der Emissionsschutz werden nicht erfüllt. Deshalb planen die vier Wehren den Bau eines gemeinsamen, zentralen Gerätehauses.

Rosche. Sie bilden einen gemeinsamen Einsatzzug in der Samtgemeinde Rosche und arbeiten auch bei Übungen Hand in Hand. Künftig wollen die vier Feuerwehren aus der Gemeinde Oetzen – es sind Jarlitz, Stöcken, Oetzen und Süttorf-Dörmte – noch enger zusammenrücken.

Sie planen, ein gemeinsames, zentral gelegenes Feuerwehrhaus zu bauen. Die Kosten müsste die Samtgemeinde als Trägerin des Feuerschutzes finanzieren.

Das Gebäude der Feuerwehr Oetzen.

Die Ortsbrandmeister Hartmut Müller (Oetzen), Frank Gerdau (Jarlitz), Heino Dierks (Stöcken) und Reinald Günther (Süttorf-Dörmte) halten den Neubau „für sinnvoll und notwendig“, schreiben sie in ihrem Antrag an die Samtgemeinde. Die bestehenden vier Gerätehäuser entsprechen nämlich nicht mehr modernen Anforderungen. Sie sind viele Jahrzehnte alt und zu klein, zudem werden hygienische Standards und Vorgaben des Emissionsschutzes nicht erfüllt. Auch finanzielle Gründe sprechen für das Vorhaben. „Wir sehen in diesem gemeinsamen Feuerwehrhaus langfristig Einsparpotenzial für den Träger des Brandschutzes, da nur noch eine Immobilie zu unterhalten ist“, heißt es in dem Antrag der Wehr-Chefs.

Das Gebäude der Feuerwehr Süttorf-Dörmte.

Einen Standort für das geplante Gebäude, Kostenschätzungen oder ein Finanzierungskonzept gebe es aber noch nicht, sagt Gemeindebürgermeister Bernd Burmester auf AZ-Anfrage. Die Pläne für das Gerätehaus seien das Ergebnis einer dreitägigen Klausurtagung von Vereinen und Wehren aus der Gemeinde Oetzen, die in Hermannsburg (Kreis Celle) stattfand. Dabei ging es um die Frage, wie man sich zukunftsfähig aufstellen kann.

Das Gebäude der Feuerwehr Jarlitz.

„Wir werden mit dem neuen Feuerwehrhaus kein zweites Veranstaltungsgebäude schaffen“, betont Burmester. Denn Konkurrenz zum Oetzener Schützenhaus soll es nicht geben. Mittelfristig sei es denkbar, dass auch andere Vereine aus der Gemeinde, etwa aus dem Sportbereich, das Gebäude nutzen, meint er. Ein Zusammenschluss der vier Feuerwehren ist nicht geplant. Diese sollen Bestand haben, um ihren Verpflichtungen vor Ort weiterhin gerecht zu werden. „Eine Auflösung einzelner Wehren würde den Verlust von dringend benötigten aktiven Kameraden für den Brandschutz bedeuten“, stellen Müller, Gerdau, Dierks und Günther klar.

Der Ausschuss für Feuerwehrwesen der Samtgemeinde nahm das Vorhaben jetzt wohlwollend zur Kenntnis. „Es ist gut, dass sich die Wehren über ihre Zukunft Gedanken machen“, sagte Gemeindebrandmeister Henning Räthke. Handeln müsse der Ausschuss vorerst nicht. „Wir werden, wenn es erforderlich ist, uns zeitnah darüber unterhalten“, kündigte er an.

Von Bernd Schossadowski

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