Sarah Bekes ist für die Organisation in der Samtgemeinde Rosche zuständig

Flüchtlingsbetreuung: „Ich weiß, ich habe geholfen“

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Sarah Bekes kümmert sich für die Samtgemeinde Rosche jetzt um die Flüchtlingsarbeit. Ihre Motivation: Am Abend zu wissen, dass sie Menschen geholfen hat.

Rosche. Ein Anlaufpunkt für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer, wo sie Fragen beantwortet bekommen und ihnen geholfen wird, das möchte Sarah Bekes, die neue Flüchtlingssozialarbeiterin der Samtgemeinde Rosche sein.

„Momentan befinde ich mich noch in der Aufbauphase“, erzählt die 25-Jährige. So reist sie momentan durch die Samtgemeinde, um alle Flüchtlingsfamilien erst einmal kennenzulernen. „Ich habe noch nie Berührungsängste gehabt und es ist wichtig, einen Eindruck vor Ort zu gewinnen“, erklärt sie. So hilft sie dabei, die Kinder beim Kindergarten oder der Schule anzumelden, organisiert Dolmetscher, wenn wichtige Arztbesuche anstehen oder ein Termin bei der Ausländerbehörde. Wichtig sei, ein offenes Ohr für die Sorgen der Flüchtlinge zu haben und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Das Gleiche gelte für die Arbeit mit Ehrenamtlichen, erklärt die Uelzenerin. „Hier ist es wichtig, die Menschen auch mal zu bremsen, bevor sie sich völlig verausgaben“, erklärt Sarah Bekes. Momentan suche sie noch Menschen, die helfen wollen. „Eines meiner Ziele ist, ein Netzwerk aufzubauen, das alle Initiativen von Ehrenamtlichen miteinander verknüpft“, informiert sie.

Ein anderes wichtiges Projekt ist ein Sozialführer für Flüchtlinge in der Samtgemeinde. Der Flyer soll mehrsprachig sein, erklärt Sarah Bekes, die fließend Englisch und Türkisch spricht. Momentan arbeite sie gerade an der deutschen Version. Der Plan: In dem Flyer stehen alle wichtigen Informationen, die Flüchtlinge für den Alltag in der Samtgemeinde brauchen. Es werden die Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, die Verwaltung und Vereine aufgeführt. Sportvereine seien für die Integration sehr wichtig, „Ohne viel sprechen zu müssen, haben die Flüchtlinge dadurch viel Kontakt “, erklärt Sarah Bekes, die in Suderburg an der Ostfalia Soziale Arbeit studiert hat. Daher versuche sie gerade, mit Sportvereinen ein Programm für Flüchtlinge auf die Beine zu stellen. Ihre Motivation: „Ich weiß, wenn ich abends nach Hause komme, dass ich Menschen geholfen habe“, sagt sie.

Von Lars Lohmann

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