Sanierung und Umbau der Landesstraße 265 beginnen / Die ersten Bagger rollen

Bauprojekt in Suhlendorf für 3,6 Millionen Euro startet

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An der Kölauer Straße in Suhlendorf, hinter dem Gelände der Vereinigten Saatzuchten, sind zurzeit Bagger im Einsatz. Dort wird das Regenrückhaltebecken ausgehoben, in das das Oberflächenwasser von der Landesstraße 265 abfließen soll.

Suhlendorf. Die ersten Bagger sind schon im Einsatz, Baustellen-Absperrungen sind aufgestellt und jetzt hat der Gemeinderat auch offiziell den Auftrag zur Sanierung der Suhlendorfer Ortsdurchfahrt, der Landesstraße 265, vergeben.

Für rund 3,6 Millionen Euro wird in den kommenden Monaten nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern auch der Ortskern entlang der Straße im Zuge der Dorferneuerung umgebaut. Die Fahrbahnarbeiten werden von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr finanziert, für die Erstellung der Nebenanlagen kommt hingegen die Gemeinde auf.

„Das ist ein besonderes Glücksgefühl, dass wir den Auftrag jetzt vergeben können“, sagte Suhlendorfs Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel (CDU). Nun gelte es, zügig zu arbeiten. Denn die Erneuerung der Ortsdurchfahrt solle in knapp eineinhalb Jahren über die Bühne gehen. Zunächst wird laut Weichsel der Bau des Regenrückhaltebeckens hinter dem Gelände der Vereinigten Saatzuchten angegangen. Darin soll das Regenwasser gesammelt werden, das von der L 265 abfließt.

Neben einer Erneuerung der Fahrbahn steht auch ein barrierefreier Ausbau der Gehwege an, ebenso die Neugestaltung des Alten Markts (AZ berichtete). Die Koordination aller Maßnahmen sei eine immense Herausforderung. Daher will Weichsel in regelmäßigen Baugespächen die einzelnen Arbeitsschritte durchsprechen und die Bürger auf den Laufenden halten.

„Es wird nicht ohne Probleme für die Einwohner abgehen, aber in eineinhalb Jahren haben wir dann ein ganz anderes Bild des Ortes“, sagte Ratsmitglied Friedrich-Christoph Flasche (CDU). Die Suhlendorfer bekämen eine Straße, die man dann auch wieder guten Gewissens als solche bezeichnen könne. „Jeder, der jetzt auf die Straße schaut, sieht, dass es nötig ist“, meinte auch Eckhard Meyer (SPD). Wichtig sei aber, darauf zu achten, dass die Arbeiten sauber ausgeführt würden.

Die Gesamtkosten von rund 3,6 Millionen Euro setzen sich laut Weichsel aus einem Gemeindeanteil von drei Millionen Euro und einem Samtgemeindeanteil von 600 000 Euro für den Schmutzwasserkanal zusammen. Die Gemeinde zahle am Ende aber keine drei Millionen Euro, sondern nur 800 000 Euro, so Weichsel. Denn zum einen würden die Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung mit bis zu 73 Prozent gefördert, zum anderen gehe die Gemeinde für den Kostenanteil der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg für die Sanierung der Fahrbahn in Vorleistung.

Von Lars Lohmann

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