Autowracks und jede Menge Müll

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Ekkehard Jost (links) und Joachim Senst begutachten den Zustand rund um das Grundstück zwischen Borg und Neumühle. Sie haben den Zustand dem Landkreis gemeldet.

Borg - Von Jörn Nolting. Autoreifen, Metallschrott, alte Kanister und sogar ganze Autos rotten auf einem Grundstück zwischen den Ortschaften Borg und Neumühle langsam vor sich hin – und niemand scheint sich darum zu kümmern. Nun hatten sich Joachim Senst und Ekkehard Jost ein Herz gefasst und den Landkreis Uelzen informiert. Doch die beiden haben das Gefühl, dass die Behörde nicht wirklich durchgreift.

„Das Grundstück grenzt an ein feuchtes Waldgebiet. Das sickert hier alles nach und nach ins Grundwasser“, befürchtet Ekkehard Jost, der auch für die Grünen im Rat der Gemeinde und der Samtgemeinde Rosche sitzt. Und auch Joachim Senst fragt sich, wie und wann der Besitzer des Grundstücks denn dies alles entsorgen will, immerhin vermutet er, dass sich auch Asbestplatten zwischen dem ganzen Müll befinden. Auch ein alter Trabbi mit Berliner Kennzeichen rottet so langsam zwische all dem anderen Abfall vor sich hin. Das Wohnhaus macht alles andere als einen bewohnbaren Eindruck und das Grundstück selbst ist von einem großen Zaun umrandet. „Wer weiß, was sich da drin noch so alles befindet“, sagt Senst mit Blick auf das Haus und den Schuppen. Die beiden befürchten, dass auf dem Grundstück illegal und gewerblich Müll entsorgt wird. „Dafür ist der Landkreis Uelzen zuständig“, sagt Rolf Musik, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Und der Landkreis ist bereits im Bilde. Pressesprecher Martin Theine erklärt die Hintergründe: „Das Grundstück gehört einem Mann aus Berlin, der jedoch nur sporadisch dort ist.“ Ende des vergangenen Jahres wurde in das Wohnhaus eingebrochen und der Besitzer alarmierte die Polizei. Die Beamten schalteten dann aufgrund des Zustandes des Geländes das Umweltamt des Landkreises ein. Besonders die alten Autos und Trecker fielen ihnen ins Auge. Ein Treffen mit Polizei, Besitzer und Vertretern des Umweltamtes hatte als Resultat, dass der Eigentümer sich bereit erklärte, die Fahrzeuge zu beseitigen. Bisher ist allerdings noch nicht geschehen. Nun hat das Amt Hilfe angeboten und beauftragt einen Autoverwerter. „Dadurch entstehen weder für den Landkreis noch für den Besitzer Kosten“, sagt Theine. Bis Ende des Monats rechnet er damit, dass sich auf dem Grundstück etwas bewegt.

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