Raumordnungsverfahren für B190n abgeschlossen

tp Magdeburg. Das Raumordnungsverfahren für die Querspange im Zuge der B190n zwischen der A39 und der Nordverlängerung der A14 ist abgeschlossen worden.

Das teilte das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt in einer Presseinformation mit.Mit der positiven landesplanerischen Beurteilung sind das Raumordnungsverfahren und die eingeschlossene Umweltverträglichkeitsprüfung für den Neubau der künftigen "Querspange" B190n jetzt abgeschlossen worden. Damit könnten die Unterlagen jetzt beim Bund zur Bestätigung der Linienführung eingereicht werden, teilte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre gestern in Magdeburg mit. Im weiteren Verlauf beginne die konkrete Planung einzelner Abschnitte.Daehre zufolge soll die B190n als Bestandteil der "Hosenträger-Variante" zwischen der A39 in Niedersachsen und der A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt mit zwei Richtungsfahrbahnen und einer wechselseitigen Überholspur (2+1-Variante) gebaut werden. Von der A14 in Richtung Brandenburg sei ein zweispuriger Ausbau vorgesehen. "Die Vernetzung der Fernstraßen sichert die bessere verkehrliche Erschließung der Altmark und zugleich die Anbindung der Region an die Seehäfen der Nord- und der Ostseeküste", betonte Daehre. Die Länge der geplanten Trasse betrage rund 108 Kilometer. Der Gesamtinvestitionsumfang belaufe sich auf rund 266 Millionen Euro.Nach umfangreichen Untersuchungen in den Jahren 2005 und 2006 hatte die Straßenbauverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren im Juni vorigen Jahres dem Landesverwaltungsamt zur Prüfung übergeben. An dem Raumordnungsverfahren wurden 182 öffentliche Stellen, Verbände sowie weitere fachlich berührte Institutionen beteiligt. Es sind insgesamt 110 Stellungnahmen abgegeben worden. Darüber hinaus nahmen 1294 Privatpersonen zu der Straßenbaumaßnahme Stellung.Die landesplanerische Beurteilung wird in den nächsten Tagen allen Verfahrensbeteiligten zugesandt. In den beteiligten Gemeinden sind die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens öffentlich zugänglich. Ort und Zeitpunkt der Auslegung werden ortsüblich bekannt gemacht.Die "Querspange" zwischen der A39 und der A14-Nordverlängerung beginnt an der Landesgrenze zu Niedersachsen südlich von Schmölau und verläuft dann nördlich von Bonese, Hohendolsleben und Osterwohle in Richtung Salzwedel. Im Bereich nördlich von Groß Gerstedt schwenkt die Trasse in südöstliche Richtung, kreuzt die Landesstraße L8 und die Bundesstraße B248.Anschließend verläuft sie nördlich von Brewitz weiter in östlicher Richtung bis zur alten B190 östlich von Pretzier. Von dort aus führt die Trasse bis nach Seehausen zweispurig im Bereich der vorhandenen B190 und wird durch Ortsumfahrungen für Ritzleben, Binde, Kläden, Leppin und den Ortsteil Tannenkrug ergänzt. Unter südlicher Umgehung von Seehausen verläuft die Trasse südlich der Landesstraße L2 bis westlich von Wendemark, umgeht Wendemark nördlich, schwenkt dann in südliche Richtung und umgeht Werben im Süden. Im weiteren Verlauf folgt dann die Querung von Elbe und Havel nördlich von Havelberg und Toppel. Ab Müggenbusch führt die B190n auf der heutigen Landesstraße L4 bis zur Landesgrenze Brandenburg.Die Gemeinde Kümmernitz erhält ebenfalls eine Ortsumgehung, deren genauer Verlauf jedoch noch mit den Planungen in Brandenburg abgestimmt werden muss, sobald dort der entsprechende Planungsstand erreicht ist.

Erschienen: 23.01.2008: sdl / TZ / Seite:2

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