„Querspange an die Kreisgrenze

Die Gemeinde Sprakensehl möchte die Querspangen-Trasse in den Wäldern zwischen Bokel und Nienwohlde innerhalb des zulässigen Korridors nach Norden verschieben.

Von Holger BodenBokel. Der voraussichtliche Verlauf der Autobahn-Querspange nördlich von Bokel stößt in der Gemeinde Sprakensehl auf Ablehnung. Die geplante B190 n, die in West-Ost-Richtung zwischen Breitenhees und der A39 bei Bad Bodenteich verlaufen soll, würde nach Angaben von Bürgermeisterin Christiane Fromhagen (CDU) die Flächen eines einzelnen Eigentümers zwischen Bokel und Nienwohlde auf unverhältnismäßige Weise zerschneiden.

Fromhagen berichtete gestern in der Sitzung des Bauausschusses der Samtgemeinde Hankensbüttel, sie sei aufgrund der Problematik auch schon bei den Autobahn-Planern in Lüneburg vorstellig geworden. In den aktuellen Plänen stehe die Trasse "so drin, wie wir sie nicht haben wollen". Neben der besonderen Betroffenheit des einen Flächenbesitzers gehe es der Gemeinde auch um einen etwas weiter von Bokel entfernten Verlauf der Querspange, hieß es gestern in der Ausschusssitzung.

Die Gemeinde Sprakensehl will nun einen Trassenverlauf erwirken, der sich an der Kreisgrenze zu Uelzen orientiert – damit sei Eigentümern in diesem Raum am meisten gedient. Laut Bauausschussmitglied Werner Rodewald (CDU), der sich mit der Problematik ebenfalls schon beschäftigt hat, ginge es dabei um eine Verschiebung der bisher in den Skizzen zu findenden Strecke um knapp 200 Meter in nördliche Richtung.

Noch sind die Pläne allerdings nicht meterscharf. Diese genaue Festlegung folgt erst im Planfeststellungsverfahren. Hier wird die Samtgemeinde sich mit einer Stellungnahme einbringen können – und das wird sie voraussichtlich auch tun, um das Sprakensehler Anliegen zu unterstützen. Im Bauausschuss herrschte gestern Konsens, dass bis zur Sitzung des Samtgemeinderates im Oktober eine entsprechende Vorlage vorbereitet werden soll. Für die Sitzung am kommenden Montag, 24. September, sei die Sache zu kurzfristig, hieß es gestern, doch zeitlich reiche eine Verabschiedung der Stellungnahme im Oktober.

Zum generellen Verlauf der Querspange durch die Wälder nördlich von Bokel hatte die Samtgemeinde ihr Plazet gegeben. Bei der metergenauen Festlegung in diesem Bereich könnten dem Vernehmen nach auch alte Baumbestände eine Rolle spielen. In Sprakensehl möchte man den Interessen der betroffenen Menschen den Vorrang geben.

Erschienen: 18.09.2007: IK / amz / Seite:4

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