Pappige Reis-Cracker . . .

. . . und trockenen Zwieback – daran erfreut sich derzeit der acht Monate alte Sohn von Uhlenköpers Kumpel. Der Kleine soll – um Gottes Willen! – noch nicht in Kontakt mit Schokolade kommen, zeigen sich dessen Eltern unnachgiebig.

Denn hat er erst mal den Geschmack kakaohaltiger Leckereien für sich entdeckt, wird er vermutlich nichts anderes mehr wollen. So etwas prägt eben fürs Leben, weiß die Mutter, und ihr Filius soll später kein moppeliger Schoko-Junkie werden. Zu dumm nur, dass ihr Sohn schon seinen eigenen Kopf hat. Neulich beim Essen in der Pizzeria war es soweit: Während die Eltern genüsslich zum Nachtisch Tiramisu verspeisten, kaute der Sprössling in seinem Babystühlchen wieder mal auf seinem staubtrockenen Zwieback herum – freudestrahlend, weil er eben nichts anderes kennt. Doch plötzlich schnellte seine Hand nach vorn, seine zarten Finger streiften das Kakaopulver, das den Tellerrand des Tiramisu verzierte – und schon landete der mit Schokolade bestäubte Finger in seinem Mund. Entzückt über diese neue kulinarische Erfahrung riss der Junge die Augen auf und begehrte unmissverständlich mehr davon. Und da war auch der strengen Mama klar, dass ihr Leben ab sofort nicht mehr so sein würde wie vorher, freut sich für den Kleinen der Uhlenköper.

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