„Osama bin Laden. . .

. . . ist tot.“ Nach so vielen Jahren der Suche nach dem Top-Terroristen wollte der Uhlenköper das zunächst gar nicht ernst nehmen. Schließlich gab es immer wieder solche Behauptungen und irgendwie klang das so ein bisschen untwirklich nach dem Motto: „Elvis ist tot.“

Und auch nachdem der Uhlenköper die Nachrichten genauer verfolgt hat, kann er das nicht so ganz glauben. Warum ist er denn tot? Wenn er schon so lange gesucht wurde und auch noch in seinem Häuschen entdeckt wurde, dann hätten sie ihn doch wenigstens mal leben lassen und vernünftig verurteilen können. Uhlenköper hätte schließlich gerne mal eine Aufnahme von ihm auf dem Bildschirm gesehen, in der das Bild nicht flackerte und der Ton nicht rauschte. Das Thema beschäftigte auch die Anwesenden bei seinem Interview-Termin gestern. Da fragte sich schon einer aus der Runde, wie es wohl angehen kann, dass Menschen so darüber jubeln, dass das fünfte Gebot gebrochen wurde. Selbst Kanzlerin Angela Merkel sagte: „Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“ Sie sagte nicht: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu finden.“ Mit dem Mann haben sich anscheinend sämtliche moralischen Maßstäbe verschoben, sinniert der Uhlenköper.

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