Offensive der A-39-Befürworter

Claus-DieterReese

Von Marc RathUelzen/Landkreis. Die Christdemokraten im Landkreis wollen der Zustimmung aus der Region für die geplante Autobahn 39 einen neuen Schwung verleihen. CDU-Kreistagsfraktionschef Claus-Dieter Reese kündigte am Dienstagabend auf dem Parteitag der Christdemokraten an, dass er in Kürze den Vorsitz der Initiative "Pro A 39" übernehmen werde. Darauf habe er sich mit dem bisherigen Vorsitzenden Christian Teppe und Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) verständigt. Teppe wolle hier "aus beruflichen Gründen" kürzer treten. Die Initiative hat sich seit mehr als zwei Jahren nicht mehr in aktuelle Diskussionen eingeschaltet.

"Es kann nicht sein, dass sich immer nur die Gegner zu Wort melden, die breite Masse aber schweigt", forderte Reese seine Parteifreunde auch zu "einer kommunalpolitischen Unterstützung vor Ort" auf. Die Bemühungen unterstützen werde auch die Industrie- und Handelskammer, berichtete der Christdemokrat.

Die geplante Küstenautobahn A 22 sei eine Konkurrenz für den Lückenschluss zwischen Wolfsburg und Lüneburg, räumte der Bad Bodenteicher ein. "Noch haben wir einen zeitlichen Vorsprung. Wir müssen nun lautstark dafür werben", unterstrich er.

Reese erinnerte an die Planungsgeschichte des Autobahn-Projekts. "Unter Rot-Grün ist die A 39 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden", äußerte er Unverständnis über die Kritik der Grünen aus der Region: "Einmal hü, dann hott."

CDU-Kreisvorsitzender Jörg Hillmer sieht die A39 durch die jüngsten Nutzen-Kosten-Berechnungen (AZ berichtete) bestätigt. "Der Bund will in unserer Region 600 Millionen Euro investieren. Das wird hier eine Wertschöpfung von 1,7 Milliarden Euro bringen", erläuterte er vor seinen Parteifreunden das Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,8 für die A 39 und den westlichen Teil der B 190n bis zur Landesgrenze. "Darauf dürfen wir nicht verzichten, sondern daraus müssen wir etwas machen", forderte Hillmer.

Erschienen: 20.11.2008: AZ / TZ / Seite:1

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