Die Wochenrevue von Jörn Nolting

Wer nichts ändert, kann nichts erwarten

Die Samtgemeinde Rosche geht also leer aus bei der Entschuldungshilfe des Landes Niedersachsen. Sie bekommt kein Geld, aber ist das so eine große Überraschung? Eigentlich nicht, denn alle anderen Kommunen, die von der Entschuldungshilfe des Landes Niedersachsen profitieren, haben etwas dafür getan.

Die Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt sind zur Samtgemeinde Aue fusioniert und aus Bevensen und Ebstorf wurde auch ein neues gemeinsames Konstrukt. Da liegt es auf der Hand, dass solche Bemühungen belohnt werden. Doch wer strukturell nichts ändern will, der kann nicht erwarten, dass das Land dafür Geld gibt.

Ob das auch gleichzeitig schon die Entscheidung für die Suderburger sein wird, bleibt abzuwarten, denn auch dort soll nach dem Willen der Mehrheit der Politik alles beim Alten bleiben. In Rosche steht die Entscheidung fest und nun muss in die Zukunft geblickt werden. Denn so ärgerlich die Entscheidung des Landes für die Roscher auch ist, es muss nun nach anderen Möglichkeiten gesucht werden. Fusionen sind für die Roscher, aber auch für die Suderburger schwer, denn die beiden großen Nachbar-Samtgemeinden müssen nun selbst erstmal zusammenwachsen.

Ein Zusammenschluss mit der Stadt Uelzen gestaltet sich vermutlich ebenfalls schwierig, weil die Konstrukte einfach zu unterschiedlich sind. Die Samtgemeinden Rosche und Suderburg stehen jetzt ziemlich isoliert da, eingeklemmt zwischen zwei großen fusionierten Kommunen, die derzeit auch mehr mit sich selbst beschäftigt sind, zusammenzuwachsen. Und so müssen sich zukunftsweisende Konzepte finden lassen.

Das Thema Einheitsgemeinde ist von den politischen Mehrheiten nicht gewollt, vom Land hingegen gern gesehen. Es wird also spannend sein zu beobachten, in welche Richtung sich die Gemeinden der Samtgemeinde Rosche bewegen werden, um auch in der Zukunft gut aufgestellt zu sein. Gehofft wird hingegen noch in der Samtgemeinde Suderburg.

joern.nolting@cbeckers.de

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