Nicht ganz dicht. . .

.  .  . hält derzeit der hypermoderne Kaffee-Mitnehm-Becher des Uhlenköpers. Wenn er den raffinierten Multifunktionsdeckel auf den edelstählernen Becher schraubt, dann entwickelt der derart eingeschlossene Milchkaffee gewisse Fluchttendenzen.

Dabei hat der Uhlenköper schon alles versucht, um seinen Becher abzudichten: Allein, die fettige Flüssigkeit sucht sich auf den kreativsten Wegen ihre Bahn: Wenn der Uhlenköper mit aller Kraft versucht, den Deckel noch fester als fest auf den Becher zu schrauben, läuft das braune Getränk aus der Trinköffnung – auch wenn diese durch einen Klickmechanismus eigentlich geschlossen sein sollte. Dichtet der Uhlenköper die Trinköffnung durch eine besondere Schraubstellung des Deckels endlich ab, rinnt das Bohnengetränk warm und unaufhaltsam an den Seiten des Deckels hinaus. Aber: Das Mistding war teuer, und der Uhlenköper will sich nicht so einfach geschlagen geben. Wenn das Gefäß nicht zwecks Befüllung immer wieder geöffnet werden müsste, hätte er die Deckelränder bestimmt schon mit Silikon abgedichtet. Ein in die Trinköffnung gestopftes Taschentuch scheidet ebenfalls aus, weil es sich immer mehr mit der braunen Brühe vollsaugt und schließlich schamlos zu tropfen anfängt. Kurzum: Der Uhlenköper ist ratlos. Bis er eine Lösung für das Problem seines Hightech-Bechers gefunden hat, trinkt deshalb wieder aus der Porzellantasse, der.

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