Mobbing in der Schule – so helfen Sie Ihrem Kind

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Mobbing in Schulen ist kein Einzelfall. Sprechen Sie sofort mit Ihrem Kind darüber, wenn es in der Schule gehänselt wird.

Ihr Kind hat vor der Schule immer Bauchschmerzen, geht nicht gerne in den Unterricht und schläft nachts schlecht? Wenn das regelmäßig vorkommt, kann der Grund dafür Mobbing sein. Ganz wichtig: Reden Sie mit Ihrem Kind darüber! Hier erfahren Sie, wie Sie als Eltern am besten helfen können.

Ein gesundes Selbstbewusstsein schützt vor Mobbing

Mobbing in Schulen ist kein Einzelfall. Jeder vierte Schüler in Deutschland wird im Laufe seiner Schulzeit Opfer von Mobbing-Attacken. Dabei ist es völlig willkürlich, wen es in einer Klasse trifft und warum. Wer gerne über andere lästert und lacht, findet immer einen Grund. Selbst berühmte Stars wie Jennifer Lawrence, Mila Kunis oder Andrew Garfield wurden als Kinder von Ihren Mitschülern gehänselt.

Ein gesundes Selbstbewusstsein beugt gegen Mobbing vor. Helfen Sie Ihrem Sprössling deshalb von Anfang an dabei, Selbstsicherheit aufzubauen. Wer seine Stärken kennt, kann sich viel leichter gegen Gemeinheiten zur Wehr setzen. Wenn ihr Kind trotzdem gehänselt wird, will es vielleicht zuerst nicht mit Ihnen darüber sprechen. Sie sollten aber unbedingt das Gespräch suchen.

Scham, Traurigkeit, Verzweiflung – Mobbing weckt häufig sehr starke Emotionen und kann körperliche Beschwerden auslösen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind den Rücken stärken und es unterstützen.

Bloß nicht anpassen

Vielleicht merken Sie im Gespräch mit Ihrem Kind, dass es sich gerne verändern würde. Es wird gehänselt, weil es rote Haare hat, eine Brille trägt oder ein bisschen mollig ist. Deshalb möchte es sich jetzt die Haare färben, Kontaktlinsen tragen oder abnehmen. Natürlich ist der Wunsch nachvollziehbar. Trotzdem sollten Sie vorsichtig sein.

Erklären Sie Ihrem Kind, dass es seinen Mobbern mehr Macht gibt, wenn es sich ihren Wünschen entsprechend verändert. Die Mitschüler werden schnell andere Gründe für Hänseleien finden und austesten, wie weit sie gehen können. Wenn die Täter merken, dass sie alles mit ihrem Opfer machen können, fühlen sie sich noch stärker. Es ist schwierig, aus einem solchen Kreislauf wieder auszubrechen.

Unterstützung suchen

Auf keinen Fall sollten Sie selbst zur Schule fahren, um die Täter zur Rede zu stellen. Die Eltern anderer Schüler zu kontaktieren, ist ebenfalls keine gute Idee. Solche Aktionen verschlimmern die Situation meistens. Besser ist es, Sie informieren den Klassenlehrer. Es ist wichtig, dass die Mobbing-Vorfälle offen angesprochen werden. Der Lehrer muss eindeutig Stellung beziehen und Konsequenzen aufzeigen.

Ermutigen Sie Ihr Kind, dass es sich selbst Unterstützung innerhalb der Klasse sucht. Das können Lehrer, Mitschüler oder Schulpsychologen sein. Sich alleine gegen eine Gruppe zu wehren, ist fast unmöglich. Oft hilft es aber, wenn das Mobbing-Opfer die Täter einzeln zur Rede stellt.

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