Massiver Einsatz für Verschiebung

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mr/bo Uelzen/Wittingen. In der Auseinandersetzung um die geplante Tank- und Rastanlage (TuR) an der A 39 im Landkreis Uelzen will Uelzens CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer jetzt in Hannover abklären, welche Bedingungen die Stadt Uelzen erfüllen muss, damit die geplante Anlage von Hohnstorf südlich hinter Riestedt verschoben werden kann.

Hillmer wird in der nächsten Woche am Rande der Landtagssitzung mit Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und den zuständigen Fachleuten des Ministeriums erörtern, „welche Spielräume da sind“. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte in dieser Woche der Landesbehörde für Straßenbau offiziell Uelzens Interesse an einem Standort südlich von Riestedt signalisiert (AZ berichtete).

„Wir werden schauen müssen, welche Verpflichtungen Uelzen eingehen muss“, meint Hillmer. Er wolle dafür alles in die Wege leiten, „was auf Landesebene möglich ist“.

Die Stadt Wittingen will unterdessen weiter gegen den Rastplatz-Standort Wollerstorf mobil machen.

Die Kritik an der Tank- und Rastanlage ist ungebrochen, die Stadt hält fest an ihrem Plädoyer für den Standort im Malloh, rund zehn Kilometer weiter südlich der derzeitigen Planungen – dieser Standort würde zugleich die gewünschte südliche Verschiebung im Landkreis Uelzen erreichen. Das Rathaus hatte sich in dieser Sache auch an VW gewandt, um aus erster Hand die Haltung des Konzerns zu einer TuR in Nachbarschaft zum Testgelände kennenzulernen. Eine Antwort steht noch aus.

Unterstützung gibt es auch vom Gifhorner SPD-Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil, der mit seiner Fraktionskollegin Kirsten Lühmann aus dem Wahlkreis Celle-Uelzen in dieser Frage in Verbindung steht (AZ berichtete). „Wir wollen versuchen, etwas zu bewegen“, betont Heil, der „zeitnah“ ein Treffen in Wittingen anberaumen will, an dem neben Lühmann auch Vertreter der Stadt und der Planungsbehörden teilnehmen sollen. „Es geht um die Akzeptanz eines wichtigen Infrastrukturprojektes“, sagt Heil, der hinsichtlich der Wittinger Haltung auch schon schriftlich bei der Wolfenbütteler Planungsbehörde vorstellig geworden ist.

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