Er lehnt lässig . . .

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. . . am Tresen, blickt den Barkeeper durchdringend an und sagt: „Wodka-Martini, geschüttelt, nicht gerührt.“ In punkto Coolness und Selbst- sicherheit ist er einfach unschlagbar, der legendäre James Bond.

Und so hat der Uhlen-köper auch fast alle Filme über den britischen Agenten 007 gesehen. Umso mehr musste er jetzt schmunzeln, als er hörte, dass auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg südwestlich von Hamburg eine Vorliebe für Martini hat. Allerdings unter anderen Vorzeichen als bei James Bond. Denn Martini ist nicht nur der Name eines alkoholischen Getränks, sondern der „Apfel des Jahres 2011“, der jetzt vom Freilichtmuseum offiziell gekürt wurde. Dabei handelt es sich um eine alte Winterapfel-Sorte, die 1875 in Schleswig-Holstein entdeckt wurde. Benannt ist er nach seinem Erntezeitpunkt um den 11. November, dem Martinstag. Der Apfel hat bei fortgeschrittener Reife ein etwas mürbes Fruchtfleisch und einen süß-säuerlichen Geschmack. Doch so etwas ist, ganz ehrlich, nicht wirklich für James Bond geeignet. Denn was würde wohl der Oberschurke in den Agentenfilmen denken, wenn 007, statt locker-lässig an einem Wodka-Martini zu nippen, herzhaft in einen Winterapfel beißen würde? Bonds Ruf wäre dann total hinüber, befürchtet der Uhlenköper.

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