Uelzener Ballettschüler spielen im „Nussknacker“ Mäuse

Konzentration auf den Auftritt

Im Kampf gegen die Soldaten müssen die Mäuse dann ihre Krallen zeigen. Wie macht die Maus? GROARRRRH! macht die Maus.

Uelzen. Die helle Aufregung steht den Kindern der kleinsten Ballettgruppe in den Gesichtern. Sie müssen Mäuse sein, und derzeit klärt Timur Kinzikeev sie über ihre Rolle auf. Sie müssen laufen mit Tippelschritten, gegen Soldaten kämpfen, sich hin- und herrollen.

Kinzikeev ist Solotänzer des Russischen Nationalballetts Moskau, das am 17. Januar den „Nussknacker“ im Theater an der Ilmenau aufführen wird. Veranstalter ist der Kulturkreis Uelzen.

Die klitzekleinen Akteure lauschen mit aufgerissenen Augen dem Tänzer, pusten beim Tippeln vor Konzentration die Wangen auf, weil sie noch zu klein sind, um auf seriösere Weise Konzentration in Mimik zu fassen, wenden oft den Kopf, sind abgelenkt vom Fotografen und rennen der Nase nach auf die Kamera zu. Kurz: Sie sind einfach zum Kugeln süß.

Nach einigen Proben haben sie ihren Part recht gut parat: Als Armee des Mäusekönigs zeigen sie die Krallen, sie rennen um die Puppenkönigin Klärchen (Primaballerina Olga Grigorieva) herum, finden den Weg zurück. Die nächste Gruppe führt einen barocken Tanz mit Puppen auf, Kinzikeev muss sie genau ausrichten, damit sie in Reih und Glied tanzen.

Insgesamt fünf Gruppen der Ballettschule Graaf trainieren gerade für die Aufführung. Viel Zeit ist nicht mehr. Aber es lohnt sich: „Wann kann man schon mal mit den Profis mittanzen“, sagt Birgit Alpers-Meyer vom Kulturkreis Uelzen. „Das hat schon einen anderen Stellenwert als eine Schulaufführung“, meint die Studiobesitzerin Karin Graaf.

Und die Kinder finden es auch „gut“, wie sie sagen. Warum? „Darum“, sagt eine der Mäuse.

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