Kein Stampfen, . . .

. . . Zetern oder Heulen hilft da, denn es gibt einfach Glückskinder und Pechvögel. Uhlenköpers beste Freundin gehört in die zweite Kategorie, sie ist ein liebenswerter Pechvogel. Dabei geht’s nicht darum, dass sie beim Skat immer das schlechtere Blatt bekommt oder es anfängt zu regnen, wenn sie das Haus verlässt.

Die Spitze des Eisbergs ist jetzt erreicht: Kaum ist die Gute als einziges Familienmitglied übrig geblieben, das sich um den Großvater kümmert. Schon macht die Wohnungsgesellschaft Radau, wirft die Mieter aus dem Haus und droht mit dem Abriss. Um Druck zu erzeugen, werden Bagger vorgefahren, die den Großvater in Angst und Schrecken versetzen. Nach langer Suche – anscheinend möchten nicht alle Eigentümer einen Mieter haben, der zwar noch ganz fidel, aber eben über 80 Jahre alt ist – hat Uhlenköpers Freundin eine neue Bleibe für ihn gefunden. Der Mietvertrag ist unterschrieben und es könnte ein schöner neuer Lebensabschnitt beginnen. Vom Wohnzimmer aus kommt er direkt auf seine Terrasse – der angrenzende Garten wird von allen Mietern genutzt. Dass diese Situation nicht so sonnig ausgeht, wie es bei Glückskindern der Fall sein könnte, ist nun zu befürchten. Die junge Nachbarin von nebenan zum Beispiel könnte sich ab Mai regelmäßig im Bikini vor dem Wohnzimmerfenster des peinlich berührten Seniors räkeln... Einfach mal ein bisschen Glück wünscht dem armen Pechvogel der Uhlenköper.

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