Jeder hat sein...

. . . eigenes Tempo, und manchmal bringt Hektik auch Unglück. Das meint zumindest Frau Uhlenköpers Mann. Der wollte gestern in einer Kantine in aller Ruhe zu Mittag essen.

Das Tablett mit einem dampfenden Teller und einer kleinen Flasche Cola darauf stellte er zunächst an der Kasse ab und wartete in der Schlange darauf, mit der Bezahlung an der Reihe zu sein. Hinter dem Tablett des Wartenden befand sich der Kasten, indem Servietten und Besteck bereit liegen. Da langte plötzlich eine Hand an der Cola-Flasche vorbei und die Hand gehörte ganz offensichtlich jemandem, der es eilig hatte. Es dauerte nur den Bruchteil einer Sekunde und schon kippte das Getränk, und das Essen von Frau Uhlenköpers Partner erhielt ein Cola-Aroma. Dessen Glück war in dem Fall, dass die Kassiererin das Malheur miterlebte, er sein Essen nicht bezahlen musste, sondern sich kostenlos einen neuen Teller holen und den mit der braunen unansehnlichen Soße zurückgeben durfte.

Bis der hektische Kandidat hinter ihm in der Schlange nun an seine Servietten kam, dauerte es leider fünf Minuten länger als er zunächst wohl vor hatte, denn er war nun erst einmal mit Wischen, Aufräumen, sich selbst und auch die Kleidung sortieren sowie ellenlangen Entschuldigungen beschäftigt. Und von nun an wird vermutlich jeder, der zu ungeduldiger Eile neigt, von ihrer besseren Hälfte an diesen Vorfall mit dem Vorzeige-Hektiker in der Kantine erinnert, fürchtet nun Frau

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