Die Ideen für . . .

.  .  . den Wunschzettel fließen nicht bei jedem Kind aus der Feder. Die Schwester von Uhlenköpers Patenkind hatte es besonders schwer.

Der Papa wollte ein bisschen nachhelfen: Er ging mit der Siebenjährigen in einem Kaufhaus einkaufen, das eine Kombination aus Baumarkt und Spielzeuggeschäft ist. Nachdem sie den Markt betreten hatten, deutete er Richtung Spielzeugabteilung – mit den Worten, die Tochter könne ja mal schauen, was sie sich von den Sachen zu Weihnachten wünscht. Selbst schlug er den entgegengesetzten Weg ein und suchte ein bestimmtes Werkzeug für sein neuestes Heimwerker-Projekt. Kurz darauf kam seine Tochter wieder angelaufen. In Tränen aufgelöst stand sie vor ihm. Als er die Kleine soweit hatte, dass sie mit ihm sprechen konnte, machte sie ihm schluchzend deutlich: „Papa, ich will keine Bohrmaschine zu Weihnachten bekommen. “ Sie hatte sich verirrt im Baumarkt. Da konnte ihr Vater auch nicht mehr die Stimmung heben, als er ihr zeigte, wie sie den Weg zu den Regalen für die großen Kinderaugen finden könnte. Die Krokodilstränen kullerten weiter an den Wangen der Siebenjährigen herunter. Sie brauchte für das Thema Weihnachtsgeschenke einen neuen Anlauf an einem anderen Tag, weiß der.

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