Ehra-Lessien: Bürgermeisterin sieht Straßenumstufungen im Zuge der A 39 positiv entgegen

„Ich sehe eigentlich nur Vorteile“

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Die A 39 wird Veränderungen mit sich bringen: Zwischen Ehra und Lessien wird die Landesstraße 289 zu einem landwirtschaftlichen Weg herabgestuft (links) und die Landesstraße 288 zwischen Ehra und Boitzenhagen wird in eine Kreisstraße umgewandelt.

Ehra-Lessien. Der geplante Abschnitt der Autobahn 39 soll die Lücke im Autobahnnetz zwischen Wolfsburg und Lüneburg schließen und zusätzlich als Querspange zwischen der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt und der Autobahn 39 im Zuge der Bundesstraße 190n dienen.

„Autobahngegner sind davon überzeugt, dass die Gemeinde Ehra-Lessien dann für mehr Straßen zuständig sein wird. Dem ist aber nicht so“, meint Bürgermeisterin Jenny Reissig auf IK-Anfrage.

Die Bundesstraße 248 führt durch Ehra und ab der Kreuzung Richtung Osten (Bromer Straße). „Diese wird dann zur Gemeindestraße herabgestuft. Für deren Unterhaltung ist dann die Gemeinde zuständig“, erläutert Reissig. Das sieht die Gemeindechefin nicht als Problem, da die Bromer Straße erst saniert wurde und sich daher in einem guten Zustand befindet. „Ich sehe die Herabstufung sogar als Vorteil, denn dann kann das Baugebiet über die Bromer Straße erschlossen werden. Das ist bisher nur über die Molkereistraße möglich.“ Zur Kreisstraße umgestuft werden soll die Fallerslebener Straße.

Ebenfalls nicht als negativ betrachtet Reissig die Umstufung der Landesstraße  288 zwischen Ehra und Boitzenhagen zur Kreisstraße. Zwischen Ehra und Lessien wird die L 289 zu einem landwirtschaftlichen Weg umgestuft. In diesem Bereich hat sich die Gemeinde für den Bau einer Brücke eingesetzt, die Lessien und Ehra verbinden soll. Das sieht laut Reissig auch sehr gut aus. Dass die Unterhaltung landwirtschaftlicher Wege Sache der Kommune ist, stört die Bürgermeisterin eher wenig: „Es handelt sich ja dann auch um einen neuen Weg, der in den kommenden Jahren nicht großartig saniert werden muss.“ Wie Reissig gegenüber dem IK deutlich macht, wolle die Gemeinde zudem dafür kämpfen, dass die Landesstraße innerorts noch in Ordnung gebracht wird. „Ich sehe eigentlich nur Vorteile“, zeigt sich Reissig positiv.

Die bei Ehra geplante Anschlussstelle der künftigen A 39 soll nach Norden verlegt werden. Die Anschlussstelle an der bisherigen L 289 nach Lessien (Gifhorner Straße) hätte für die Ortsdurchfahrt von Ehra eine erhebliche Zunahme des Verkehrs und des damit verbundenen Lärms bedeutet. Die jetzige L 289 werde zusammen mit der Anschlussstelle nach Norden verlegt und treffe dann, so Reissig, nörtlich von Ehra auf die L 288 (Boitzenhagener Straße). Die Anbindung wird dann außerhalb von Ehra an die B 248 treffen.

Von Carola Hussak

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