Was hatte er nicht. . .

. . . für Horrorgeschichten im Vorfeld gehört, der Uhlenköper. Da war von zersägten Kiefern die Rede oder von jeder Menge Tränen.

So zumindest bereiteten seine Kolleginnen den Uhlenköper auf seinen nächsten Zahnarztbesuch vor. Vor einer Woche ließ sich der Uhlenköper trotz dieser gruseligen Vorstellungen seinen Weisheitszahn ziehen. Und siehe da: Bis auf ein kurzes Picken während der Betäubung war nicht viel zu spüren. Lediglich die Geräusche waren etwas unangenehm. Trotzdem hatte der Uhlenköper Befürchtungen, das der Schmerz kommt, wenn die Betäubung nachlässt. Doch nichts da. Im Gegenteil, der Uhlenköper war froh, als die Betäubung endlich verschwunden war und er endlich wieder essen konnte, ohne Angst zu haben, dass die Hälfte wieder im betäubten Mundwinkel hängt. Das Kauen war zwar nur auf einer Seite möglich, aber eben völlig schmerzfrei. Das war nun also der erste Weisheitszahn, den sich der Uhlenköper hat ziehen lassen. Und nun freut er sich schon auf den nächsten Besuch bei seinem Zahnarzt, auch wenn die Unterhaltung aufgrund des aufgerissenen Mundes immer etwas zu kurz ausfällt, findet der Uhlenköper.

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