BI hält Lärmschutz an A 39 für fraglich

mr Uelzen/Landkreis. Die Bürgerinitiative gegen die Autobahn 39 ruft dazu auf, in den Einwendungen im Rahmen des Raumordnungsverfahrens für jeden Trassenabschnitt exakte Lärm-Untersuchungen zu fordern. "Obwohl sich in vielen Orten an den Auffahrten der A 39 die Verkehrszahlen verdoppeln werden, besteht für die Anlieger keinerlei Aussicht auf Lärmschutz-Maßnahmen", betont der Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen , Eckehard Niemann.

Der BI-Vertreter stellt sich damit gegen die Auffassung der Landesbehörde für Straßenbau, die dieser Darstellung auf einer Informationsveranstaltung in Wittingen kürzlich widersprochen hatte. Niemann beruft sich indes auf Recherchen in Berlin und Hannover. "Diese Zusatzverkehre auf bestehenden Straßen müssen von den Anwohnern hingenommen werden, selbst wenn sie wie in Bad Bevensen mitten durch das bisher verkehrsberuhigte Kurgebiet laufen", so der Sprecher.

Dagegen hat sich die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg auf ihrer Vollversammlung am Donnerstag uneingeschränkt zu der Autobahn bekannt und gefordert, "die Diskussion über das Ob der A39" zu beenden. "Das Raumordnungsverfahren solle so zügig wie möglich abgewickelt werden, um weitere Verzögerungen zu vermeiden", heißt es in einer Resolution.

Erschienen: 13.05.2006: AZ / 111 / Seite:3

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