Das haben sie uns zugesichert

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Gespräch im Ministerium: Die SPD-Ratsmitglieder Patrick Dömland (v. l.) und Peter Albrecht, Hubertus Heil, Jenny Reissig, CDU-Ratsmitglied Dirk Fricke und Enak Ferlemann. (Foto: Privat)

Ehra/Berlin - Von Benjamin Post . Berlin, Invalidenstraße 44. Die Adresse des Bundesverkehrsministeriums hat nun eine Delegation der Gemeinde Ehra-Lessien angesteuert. Dort trugen die Kommunalpolitiker ihr im Vorfeld erarbeitetes Papier zur A 39 vor. Die Interessen der Bürger sollen gewahrt werden.

Vier Bürger der Gemeinde Ehra-Lessien gaben im Berliner Ministerium eine Stellungnahme zu den dringlichen Themen rund um den Ausbau der Autobahn ab. Bürgermeisterin Jenny Reissig (SPD), ihr Stellvertreter Peter Albrecht (SPD) sowie die Ratsmitglieder Patrick Dömland (SPD) und Dirk Fricke (CDU) stießen auf offene Ohren. "Ein sehr positives Gespräch", machte Reissig aus. Darin ging es um die landwirtschaftlichen Wege, die im Zuge des Ausbaus der Autobahn beeinträchtigt und nach derzeitiger Planung als zu lang und unwirtschaftlich empfunden werden. In dem Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil und dem Parlamentarischen Geschäftsführer Enak Ferlemann (CDU), in dessen Büro man sich traf, wiesen Räte auch darauf hin, dass eine Abfahrt im Norden, in Richtung Prüfgelände von Volkswagen, bevorzugt wird.

Eine bevorzugte Lösung streben die Gemeinde-Vertreter zudem bei einer weiteren Auswirkung des Autobahnbau an: Ehra-Lessien ist pro B 190n, um die es in der Runde vordringlich ging. Die Trasse ist "momentan noch in der Linienbestimmung, die Umweltverträglichkeitsprüfungen laufen", so die Gemeinde-Chefin.

Seitens der Gemeinde gibt es Befürchtungen, dass ohne die Querspange der Verkehr über die innerörtlich verlaufende B 248 rollen wird - was schon ohne A 39 ein Problem ist.

Jedoch haben die Räte in Berlin herausgestellt, dass "eine große Akzeptanz für den Ausbau der A 39 herrscht", wie Reissig unterstrich. Mit den Ehranern und Lessienern werde die Bundespolitik noch ins Gespräch kommen. Bei einem Ortstermin sollen sich die Politiker "den Bürgern stellen." "Das haben sie uns zugesichert", erklärt die Bürgermeisterin.

Zunächst heißt es nach dem Besuch in Berlin erst einmal: Abwarten. Zu den diskutierten Punkten soll es bis Ende diesen Jahres, nach der Linienbestimmung und einer Machbarkeitsstudie, Klarheiten geben. "Dann bekommen wir die Infos", weiß Reissig, die "guten Kontakt" zu Heil hat.

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