Henning Otte (CDU) zu jüngsten Äußerungen über A 39 / UWG warnt vor Abgesang

„Grüne sind verblendet“

Henning Otte

ib Uelzen/Landkreis. „Die A 39 bleibt das wichtigste Projekt für den Landkreis Uelzen zur Entlastung vom Durchgangsverkehr und für eine erfolgreiche Zukunft. Ideologisch motivierte Äußerungen seitens der Grünen ändern daran nichts. Die Grünen sind verblendet.

“ Das stellt der Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) als Reaktion auf jüngste Veröffentlichungen der Grünen fest. Diese hatten, wie berichtet, eine Frage zum Kosten-Nutzen-Verhältnis der A 39 beim Bund gestellt.

Otte: „Im Rahmen der Beantwortung bestätigte das Ministerium eindeutig die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Mehrkosten, die aus Rücksicht auf lokale Strukturen und auf Baukostensteigerungen zurückzuführen sind, wurden vom Ministerium bereits eingerechnet.“

Aktuelle Prognosen, so der Bundestagsabgeordnete, gingen von einem erheblich steigenden Lkw-Verkehr im Hafenhinterland aus. Diesen über die vorhandenen Straßen laufen zu lassen, erhöhe auch die Lärmbelastung der Anwohner – insbesondere an der B 4. „Die Lkw-Ketten, die sich bereits heute durch den Landkreis wälzen, sind für Anwohner in den Dörfern kaum noch zu ertragen“, so Otte. „Es wird Zeit, dass Durchgangs-, lokaler und landwirtschaftlicher Verkehr entzerrt werden, auch um das Unfallrisiko zu reduzieren.“

Dem aktuellen Investitionsrahmenplan zufolge ist für den Bau der A 39 bisher nur der Abschnitt Wolfsburg-Ehra als prioritäres Vorhaben enthalten (die AZ berichtete). Für die geplante Fortschreibung des Planes ab 2015 erwartet Henning Otte, dass weitere Schritte folgen werden: „Es versteht sich von selbst, dass mit der fortgeschrittenen Planung weitere Abschnitte oder bereits die gesamte Strecke in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden. Der Landkreis Uelzen kann mit der Fertigstellung auch überregional profitieren, sowohl als Wohn-, als auch Wirtschaftsstandort.“

Auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) der Stadt Uelzen positioniert sich: „Das Ende der A 39 wird mittelfristig auch das Ende des Landkreises Uelzen zur Folge haben“, warnt UWG-Stadtsprecher Joachim Delekat. Die Zahl der Beschäftigten im Landkreis Uelzen werde laut Prognosen zurückgehen, während sie im Landkreis Lüneburg steigen werde. Gleichzeitig werde den Kreisen Lüneburg und Wolfsburg hinsichtlich der Entwicklungschancen im bundesdeutschen Vergleich „sehr hohe Dynamik“ bzw. „höchste Dynamik“ prognostiziert. Der Kreis Uelzen sei in die Kategorie „hohe Dynamik“ eingestuft.

Delekat: „Wenn unser Landkreis nicht abgehängt werden will, muss in die vernetzte Infrastruktur mit den Zukunftsregionen Lüneburg und Wolfsburg investiert werden: A 39, HVV-Beitritt und die Realisierung des dritten Gleises von Lüneburg bis Uelzen. Im übrigen hat die Lüneburgerin Frau Staudte, Grünen-MdL, die A 39 Richtung Hamburg vor der Tür und einen Arbeitsplatz. Mancher Bürger unseres Landkreises hat das nicht mehr.“

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