Es gibt so Ecken. . .

.  . . die der erfahrene Radfahrer in Uelzen tunlichst meidet. Da wären (nicht nur am Sonntagmorgen) die Gudes- und die Dieterichsstraßen im Bereich der Kneipen. Denn durch das dortige Scherbenmeer ohne Plattfuß hindurchzukommen ist schon ein echter Glücksfall.

Da wäre die Hauptzufahrt zum Hundertwasserbahnhof. Denn wenn man dort wieder zurück auf die Bahnhofstraße will, wartet man gefühlte zehn Stunden. Da wäre die Ampel am Uhlenköperpark, die vor allem eines ist: Radler- und Fußgängerfeindlich. Denn für diese Verkehrsteilnehmer zeigt die Lichtzeichenanlage praktisch Dauerrot. Spannend aber ist die Situation ohne Frage auf der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Fußgängerzone. Denn seitdem man als Radler stadtauswärts auf der Straße fahren soll, herrscht ein Chaos, das erstaunlicherweise funktioniert. Denn geschätzt die Hälfte der Radfahrer in Richtung Stern nutzt weiter (verbotenerweise) den Fuß- und Radweg stadtauswärts. Der Rest fährt vorschriftsmäßig auf der Straße und weicht dort Autofahrern aus, die auf dem Parkstreifen die Fahrertür einfach öffnen. Dann wird es spannend: wird der Radler beim Ausweichmanöver von hinten oder vom Gegenverkehr gerammt? Dieses Dilemma wird wohl nie lösen die Fahrrad-unfreundliche Stadt Uelzen, ahnt.

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