Das war genug, ...

... fand der Uhlenköper am Sonnabend und tat, was er 30 Jahre lang in der Norddeutschen Tiefebene vermieden hatte: Er kaufte sich – welch Schmach – eine Regenjacke.

Bisher hatte er sich auch ohne ein solch rasant auf Multifunktionalität getrimmtes und mit allem Zipp und Zapp vom Rallye-Streifen bis zur doppelt verschweißten Naht versehenes Kleidungsstück relativ wetterfest und wasserdicht gefühlt. Aber nun knickte er ein. Nach drei Dekaden norddeutschen Schmuddelwetters. Was war passiert? Der Uhlenköper hatte seine nordische Heimat verlassen und war, wie sich erst päter herausstellen sollte törichter Weise, in den Ruhrpott gereist. Und was da vom Himmel kam, das überforderte selbst den Uhlenköper, der sich bisher für wirklich nicht aus Zucker gehalten hatte. Von sacht tröpfelnd bis quer gepeitscht fielen die Tropfen erbarmungslos auf ihn herab. Nach zwei Tagen gab sein Mantel, der ihm bisher treue Dienste geleistet hatte, auf, war durchweicht bis auf die Innenseite und roch mindestens nach kaltem Hund. Es half nichts, die Investition in eine Regenjacke ward unumgänlich. Nun wartet auf den nächsten Regen, der

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